Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Molekülbasierte Nanotechnologie

24.07.2006
Mit Blick auf Herstellungsverfahren in der Mikroelektronik zur Produktion von Nanogeräten im Größenbereich von Molekülen wurde im Rahmen des MINT-Projekts ein neues Verfahren zur Nanopartikel-Funktionalisierung von RNA entwickelt.

Der aufstrebende Nanotechnologiesektor für elektronische Geräte hat sämtliche Aspekte des persönlichen, sozialen und geschäftlichen Lebens grundlegend verändert. Zu den wichtigsten Punkten gehört die Bereitstellung von Geräten, die bei der Verknüpfung von Komponenten mindestens genauso leistungsfähig wie in der Mikroelektronik sind. Um dies zu gewährleisten, wurden im Rahmen des MINT-Projekts die verbindenden Ribonukleinsäurestrukturen sowie die zur Aufstellung von Elektronikmaterialien für Geräte benötigte Vervielfachung untersucht.

Speziell hatte das Projekt neue Oligo-RNA-Konstrukte zum Ziel, um tesselierte (Tekto-RNA) Multimere zur Bestimmung von strukturierten Merkmalen im Nanobereich zu bilden. Zudem wurden Verfahren zur Fixierung großer Tekto-RNA-Strukturen auf Substrate sowie zur Übertragung von RNA-Vorlagen im Nanobereich auf die Struktur und zur Verbindung von Elektronikmaterialien und/oder Metallen entwickelt. Durch die Anwendung geeigneter Techniken wie Interkalation oder Chelatbildung wurden die RNA-Multimere funktional aktiviert.

Zu den größten Errungenschaften des Projekts gehört ein neu entwickeltes Verfahren zur Anbringung von Goldnanopartikeln mit einer Größe von 15 oder 30nm an selbstorganisierende RNA-Moleküle. Diese sehr zuverlässige Methode gründete auf einem Verfahren, bei dem kurze Oligodesoxynukleotide (ODN) in Ergänzung zu einfaserigen Regionen der DNA-Struktur angebracht wurden. Durch dieses Verfahren können bis zu 75 RNA-Moleküle auf ein Goldpartikel von 15nm aufgebracht werden, während die Zahl der RNA-Moleküle pro Partikel kontrollierbar gesenkt werden kann.

Zu Vorführzwecken wurde eine Verbindung von kleinen und großen Partikeln erreicht, wobei jedes Partikel einen spezifischen Partner aus einer Mg2+-abhängigen Wechselwirkung des RNA-Tetraloop-Rezeptors trug. Diese Wechselwirkungen wurden genutzt, um Goldpartikel zwischen zwei modifizierten Elektroden zu positionieren. Das Verfahren hat das Potenzial zur kontrollierten und planbaren Bildung von Kabeln im Nanobereich nachweislich vergrößert.

Dr. Richard Cosstick | ctm
Weitere Informationen:
http://www.liv.ac.uk/chemistry/

Weitere Berichte zu: Elektronikmaterial MINT-Projekt Nanobereich Partikel RNA-Molekül

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften