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Japanische Wetterfrösche blicken 30 Jahre in die Zukunft

20.07.2006
Supercomputer Earth Simulator errechnet Prognosen zur Erderwärmung

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Die japanische Regierung hat Pläne bekannt gegeben, dass man an einer langfristigen Wetterprognose arbeite, mit der es möglich sein soll, gefährliche Ereignisse wie Taifune, Blizzards und Dürreperioden bis zu 30 Jahre im Voraus zu erkennen. Die Rechenarbeit dazu übernimmt der Supercomputer Earth Simulator in Yokohama. Der Rechner war bis 2004, als IBMs Blue Gene die Hochleistungskrone errechnete, der schnellste Computer der Welt. Er soll nun auch die Vorhersage des Wetters auf den Japanischen Inseln übernehmen, berichtet die Washington Post.


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Earth Rechner Simulator Supercomputer Vorhersage

Der 350 Millionen Dollar teure Rechner aus dem Jahr 2002 schafft pro Sekunde 35,6 Billionen Rechenvorgänge. Für die Wetterprognosen soll er mit Daten wie Luftdruck, Luft- und Wassertemperaturen sowie Meeresströmungen gefüttert werden. Durch die Auswertung "können wir sehen, für welche Regionen ein Risiko besteht und uns rechtzeitig Gedanken machen, welche Gegenmaßnahmen wir ergreifen", sagte Tomonori Otake, Sprecher des japanischen Wissenschaftsministeriums. Dank der frühzeitigen Warnungen könnten Regierungen dann noch vor dem Eintreffen der Katastrophen Hilfsmittel zur Verfügung stellen.

Die geplante Langfrist-Vorhersage ist Teil eines Projekts des Wissenschaftsministeriums, die Trends der Erderwärmung für die kommenden 300 Jahre aufzuzeichnen. Der Start ist für den Frühling geplant, derzeit sind die Verantwortlichen auf der Suche nach Partnern. Die Höhe des Budgets steht noch nicht fest, jedoch wird spekuliert, dass das Projekt jährlich 26 Mio. Dollar verschlingen könnte. Der Familienurlaub im Jahr 2026 sollte allerdings nicht mit den Vorhersagen von Earth Simulator geplant werden, denn "genauso wie beim täglichen Wetterbericht, können wir nicht zu einem einzigen Prozent dafür garantieren, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen", meinte Otake.

Andreas List | Quelle: pressetext.austria
Weitere Informationen: www.washingtonpost.com

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