Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Video-über-DSL Zeitalter eingeläutet

28.11.2001


Siemens hat Attane VDSL, die Komplettlösung für Video über DSL, vorgestellt. Diese verwendet das bestehende Telefonnetz, nutzt dieses allerdings als breitbandiges Multi-Service-Netz. Darüber können Netzbetreiber und Service-Anbieter ihren Kunden nun eine Vielzahl neuer Dienstleistungen wie Video-on-demand oder Interactive TV anbieten. Siemens festigt mit dieser innovativen Lösung seine führende Position im Breitbandzugangsbereich.

Mit Attane VDSL (Very-high-Bitrate Digital Subscriber Line) beginnt das Videozeitalter über das Internet-Protokoll. Die Basis für diesen Fortschritt ist das bestehende Telefonnetz. Darauf setzt die VDSL-Lösung von Siemens Information and Communications Networks (ICN) auf und macht daraus ein breitbandiges Multi-Service-Netz. Mit bis zu 26 Megabit/s Übertragungskapazität ist VDSL deutlich schneller als ADSL und kann sowohl für die asymmetrische als auch die symmetrische Datenübertragung eingesetzt werden. Das ermöglicht die Bereitstellung einer Vielzahl neuer Dienste: Neben dem klassischen TV-Verteildienst gehören dazu in erster Linie Breitband-Applikationen wie Interactive TV mit Teleshopping oder Televoting. Auch Pay-per-view-Angebote mit virtueller Videothek und virtuellem Videorecorder sind möglich. Netzbetreiber und Service-Anbieter können mit Hilfe dieser Dienste - in Kombination mit schnellem Internet-Zugang und klassischem Telefonanschluss - neue Dienstleistungsangebote schaffen, um im Wettbewerb mit Betreibern von CATV-Netzen zu bestehen.

Alle Daten und Steuerfunktionen laufen bei Attane VDSL über das IP-Protokoll, so dass ein darauf basierendes Heimnetz optimal an den Internet Backbone angebunden wird. Die Priorisierung der Services erfolgt über ATM. Dabei werden den verschiedenen Diensten unterschiedliche Qualitäten zugeteilt, so dass beispielsweise Sprache oder Video bevorzugt und ohne Qualitätsverluste übertragen werden können. Die Siemens-Netzlösung setzt auf offene Schnittstellen für den Aufbau einer universellen Plattform mit Standardkomponenten.

Hintergrundinformation zu DSL: Die Digital Subscriber Line (DSL)-Technologie verwendet die vorhandenen Kupfertelefonleitungen für die Übertragung von Daten, Sprache und Video mit sehr hoher Geschwindigkeit. Dafür muss auf beiden Seiten der Leitung spezielles Equipment installiert werden. Die entsprechenden Geräte beim Kunden werden Customer Premises Equipment, kurz CPE, genannt. Dies können Modems für einzelne oder mehrere Anwender sein oder Router zum Anschluss von lokalen Netzen. Auf der Seite der Netzbetreiber werden sogenannte Digital Subscriber Line Access Multiplexer (DSLAMs) benötigt, die das Daten- und Sprachaufkommen, das über die DSL-Leitungen der Endkunden in die Ortsvermittlung hereinkommt, zusammenfassen, bündeln und an die Kern-Netze der Betreiber oder an Firmennetze weiterleiten.

Attane XpressLink ist die von Siemens entwickelte DSL-Produktlinie, die breitbandige IP- und ATM-Dienste auf vorhandenen Telefonleitungen ermöglicht. Sie umfasst das komplette DSL-Produktspektrum, also DSLAM für den Einsatz in den Vermittlungsstellen sowie CPE für den Teilnehmeranschluss. Siemens strebt im DSL-Markt die Führungsrolle an. Laut dem Marktforschungsinstitut Dell´Oro Group ist Siemens bei CPE bereits weltweit die Nummer 1 und liegt bei DSL-Vermittlungseinrichtungen auf dem zweiten Platz. Zu seinen Kunden zählt Siemens namhafte Netzbetreiber in aller Welt wie Deutsche Telekom, Tele Danmark, COLT, Telefonica Spain, Sprint (USA), Worldcom (USA), Telekom Malaysia and Indonesia.

Glossar:
ATM: Asynchronous Transfer Mode

... mehr zu:
»CPE »DSL »Digital »Network »Netzbetreiber »Subscribe »VDSL

ADSL: Asynchronous Digital Subscriber Line
CPE: Customer Premise Equipment
DSL: Digital Subscriber Line

SHDSL: Symmetric Digital Subscriber Line
DSLAM: Digital Subscriber Line Access Multiplexer
POTS: Plain Old Telephone Service
ISDN: Integrated Services Digital Network
VDSL: Very high Bitrate Digital Subscriber Line

Siemens Information and Communication Networks (IC Networks) ist ein führender Anbieter von Sprach-/Datennetzen für Firmenkunden, Netzbetreiber und Service Provider. Das umfangreiche Portfolio umfasst insbesondere IP-basierte Konvergenzlösungen, eine durchgängige Produktpalette für den Breitbandzugang, optische Transportnetze sowie das Integrations-, Service- und Applikations-Geschäft. Damit bietet der Siemens-Bereich Komplettlösungen aus einer Hand für die Infrastruktur des Next Generation Network. Im Geschäftsjahr 2001 (30. September) erzielte IC Networks - nach vorläufiger Rechnungslegung - mit weltweit 51 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 12,9 Mrd. EUR und ein EBITA – vor Aufwendungen für Restrukturierungen und Sonderabschreibungen – in Höhe von 198 Mio. EUR. Nach Abzug von Sonderbelastungen in Höhe von 1,059 Mrd. EUR ergab sich ein EBITA in Höhe von -861 Mio. EUR.

Thomas Schepp | Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/networks

Weitere Berichte zu: CPE DSL Digital Network Netzbetreiber Subscribe VDSL

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Der Form eine Funktion verleihen
23.06.2017 | Institute of Science and Technology Austria

nachricht Zukunftstechnologie 3D-Druck: Raubkopien mit sicherem Lizenzmanagement verhindern
23.06.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften