Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Glasfasernetz mit 1,2 Terabit/s für das Internet der Zukunft

21.11.2001


Staatssekretär Thomas: "In fünf Jahren Video on Demand über das Internet"

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Uwe Thomas, hat am Mittwoch im Heinrich-Hertz-Institut in Berlin zum Abschluss des BMBF-Förderschwerpunkts KomNet ein Experiment zu optischen Hochleistungsnetzen als Basis für das Internet der Zukunft erfolgreich gestartet. Bei diesem Versuch wurden verschiedene Glasfasernetze mit neuester Übertragungs- und Netztechnologie zusammengeschaltet. Zum ersten Mal konnte so auf einer Standard-Glasfaser eine Datenmenge mit 1,2 Terabit pro Sekunde von Stuttgart nach Berlin übertragen werden. Die in diesem Versuch gezeigte Übertragungsleistung dokumentiert die führende Position der deutschen Kommunikationsforschung.

"Glasfasernetze mit dieser Übertragungsleistung werden das Rückgrat für das Internet der Zukunft sein: In fünf bis sieben Jahren wird es möglich sein, über das Internet nicht nur E-Mail und WWW-Dienste abzurufen, sondern neben Musik auch Filme zu übertragen oder Videokonferenzen und Online-Spiele zu veranstalten. Das Internet kann für E-Learning oder Teleworking genutzt werden. Diese Dienste werden nicht nur der Wirtschaft, sondern auch den Privathaushalten zugänglich sein", sagte Thomas.

Im Rahmen des Förderschwerpunkts KomNet, den das BMBF mit 83 Millionen Mark fördert, wurden in den letzten drei Jahren die erforderlichen Netz-Komponenten und Übertragungsverfahren entwickelt. Staatssekretär Thomas erinnerte an den Versuch von Philipp Reis, dem Erfinder des Telefons, der vor 140 Jahren in Frankfurt zum ersten Mal den Satz: "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat" per Telefon übermittelte. Dieser Satz wurde zur Eröffnung des KomNet-Versuchs ebenfalls von Stuttgart nach Berlin übertragen - heute wäre es aber möglich, den Inhalt von 5000 Bänden des Grossen Brockhaus Lexikons in der gleichen Zeit zu übertragen.

Die Forschungschefs der beteiligten Firmen (siehe Anlage) waren sich einig, dass das von BMBF geförderte KomNet einen wesentlichen Beitrag dazu leistet, in der Kommunikationstechnik neue Märkte für deutsche Unternehmen zu erschließen und damit auch neue Arbeitsplätze zu schaffen.

"Gerade in einer Phase der Wachstumsschwäche ist es notwendig, die Märkte von morgen vorzubereiten und hierfür die notwendigen Innovationen zu schaffen", betonte Staatssekretär Thomas. Er kündigte das Förderkonzept "IT-Forschung 2006" an, in dem Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik gebündelt werden. Im Rahmen dieses Förderkonzepts von 2002 bis 2006 werden insgesamt 500 Millionen Mark allein für die Förderung der Kommunikationstechnik zur Verfügung gestellt.

Folkmar Nilkes | BMBF-Pressedienst

Weitere Berichte zu: BMBF Glasfasernetz KomNet Kommunikationstechnik Luft- und Raumfahrt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE