Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Software zur Bilderkennung funktioniert wie das menschliche Gehirn

16.11.2001


Alles was unser Auge sieht, wird erst im Gehirn zu einem aussagekräftigen Bild. Im Zusammenspiel von Milliarden Nervenzellen entsteht aus Eindrücken von Farbe und Form beispielsweise eine Orange. Für einen Computer ist diese Informationsverarbeitung eine schwierige Aufgabe. Der Mensch kann aber noch mehr: Mit Leichtigkeit findet jedes Kind eine Orange unter hunderten Äpfeln heraus. Unser Gehirn wendet dabei einen Trick an. Die Wahrnehmung stellt sich auf das erwartete Bild ein. Aufgrund der erhöhten Aufmerksamkeit springt die Orange dem Betrachter förmlich ins Auge. Forscher von Siemens haben eine Software entwickelt, die erstmals wie das Gehirn Bilder wahrnimmt und verarbeitet. Was in unserem Gehirn die Nervenzellen leisten, übernehmen in dem so genannten neurokognitiven System unzählige mathematische Gleichungen. Das Programm, das derzeit in München auf einem Unix-Rechner installiert ist, kann sowohl nach Mustern suchen als auch vorgegebene Bereiche eines Bildes abtasten.

Das Computerprogramm hat viele denkbare Anwendungen. Damit könnten Surfer im Internet Bilder nach ihren Inhalten und nicht nur nach vorgegebenen Stichworten suchen. Erfahrene Ärzte erkennen etwa Ablagerungen von Kalk im Brustgewebe von Frauen bei einer Mammographie sofort. An diesen Stellen kann sich später ein Tumor bilden. Das Siemens-Programm könnte bei der routinemäßigen Erkennung der mikroskopisch kleinen Ablagerungen helfen. Bisher gibt es hierfür kein Computersystem. Auch in der neurologischen Diagnostik könnte die Bilderkennung eine bedeutende Rolle spielen. Das Gehirn könnte mit modernen bildgebenden Verfahren aufgenommen und mit der Software in Echtzeit analysiert werden. Neurologen würden damit wesentlich klarere Hinweise auf Defekte bei der Verarbeitung von Informationen in dem komplexen Organ bekommen.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Newsdesk

Weitere Berichte zu: Bilderkennung Nervenzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Roboter-Navigation über die Cloud
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Neuer Kaba Zylinder mit Service-Funktion: Zeitlich begrenzter Zutritt für Servicepersonal
07.12.2017 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik