Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Sicherheit essenziell für E-Everything: GI und DECUS fordern verstärkte Ausbildung von Fachleuten

16.11.2001


Die Informationssicherheit kommt in Deutschland in der Informatikausbildung zu kurz. Dies hat gravierende Folgen sowohl für die E-Wirtschaft als auch für das Vertrauen der Bevölkerung in die neuen Medien und muss deshalb umgehend verbessert werden.

Köln, 15. November 2001 Als "in Inhalt und Umfang unangemessen" hat Jörg Maas, Geschäftsführer der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), die Ausbildung in der Informationssicherheit in Deutschland bezeichnet. Anlässlich einer Konferenz der Anwenderorganisation von Compaq Deutschland (DECUS München e.V.) forderte Maas eine stärkere Berücksichtigung des Themas Sicherheit in der Informatikausbildung an Hochschulen.

Es sei haarsträubend, sagte Maas, dass "an manchen Hochschulen gerade einmal zwei Semesterwochenstunden für das Thema Sicherheit in der Informationstechnologie aufgewendet werden". Die massenhafte Verbreitung von Viren wie dem "I love you"-Virus und die verschiedenen (erfolgreichen) Hackerattacken auf bekannte Webseiten hätten deutlich die Verletzlichkeit der IT-Systeme gezeigt.

"Nur durch eine konzertierte Aktion von Bund, Ländern und Hochschulen kann gewährleistet werden, dass Deutschland in Zukunft genügend eigene Sicherheitsfachleute ausbilden kann", hob Maas hervor. Informationssicherheit müsse ferner ein integraler Bestandteil des Informatik-Studiums werden, zumal sie alle Teilaspekte der Disziplin betreffe: "Hardware, Betriebssysteme, Netze, Kommunikation: Überall müssen Sicherheitsaspekte bedacht und realisiert werden".

Auch Dr. Gerhard Weck, Security-Spezialist von DECUS, unterstützt die Forderungen der GI: "Gerade da Deutschland ganz vorne im Konzert der Informationsgesellschaften mitspielen will, muss es sich um die Sicherheit seiner Informationssysteme kümmern. Wir wollen das E-Government vorantreiben, sehen E- und Mobile-Commerce als große Chancen für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland: Dann müssen wir uns auch Gedanken um die Verlässlichkeit unserer IT-Systeme machen".

Bereits seit langem stehe die GI auf dem Standpunkt "Nur wenn es gelingt, die Internet-Wirtschaft wirksam gegen Hacker, Spionage und Missbrauch abzusichern, wird sie weiter wachsen können". Dies gelte unverändert, so Weck: "Das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in die Verlässlichkeit der IT-Systeme zu stärken, ist essenziell für den Erfolg der E-Wirtschaft. Wir sollten alles daran setzen, die Informationstechnologie in Deutschland sicher gegen Angriffe und vertrauenswürdig für die User zu machen."

Cornelia Winter | idw
Weitere Informationen:
http://www.gi-ev.de/

Weitere Berichte zu: DECUS E-Wirtschaft IT-Sicherheit IT-System Informationssicherheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix
18.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht KATWARN warnt auch in Fremdsprachen
14.09.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie