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Speer mit Bordelektronik - Magdeburger Fraunhofer-Entwicklung geht auf Deutschlandtournee

19.05.2006


Das Training zeigt die Schwächen auf: Der Speer müsste schneller und weiter fliegen. Doch wie muss er am besten geworfen werden, damit er seine ideale Flugbahn erreicht? Mit Hilfe von Forschungsergebnissen aus Magdeburg lässt sich das mit Computerunterstützung effizient trainieren.


Der digitale Wurfspeer kurz vor dem Abwurf. Die integrierte Messtechnik erfasst die Beschleunigung und Geschwindigkeit während der Anlauf- und Abwurfphase. Foto: Fraunhofer IFF


integrierte Messtechnik Foto: Fraunhofer IFF



Am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg wurde zusammen mit dem Olympiastützpunkt Magdeburg/Halle ein elektronisches Mess-System entwickelt. Zu sehen ist das eindrucksvolle Beispiel für die Verbindung von Spitzensport und Hightech-Forschung vom 18. Mai bis 18. September 2006 auf der "MS Wissenschaft - Informatik und Sport". Das Ausstellungsschiff im Auftrag von "Wissenschaft im Dialog" startet seine Deutschlandtour durch 34 Städte am 18. Mai in Magdeburg.

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Das Mess-System erfasst die Beschleunigung und Geschwindigkeit während der Anlauf- und Abwurfphase beim Speerwerfen. Es ist vollständig im Speer integriert und erlaubt die Analyse des Bewegungsablaufs unmittelbar nach dem Wurf. Da keine Kabelverbindungen vorhanden sind und die mechanischen Eigenschaften nur unwesentlich beeinflusst wurden, ist ein Einsatz unter Trainings- und Wettkampfbedingungen möglich. Die Auswertung und Darstellung der Messdaten er-folgt auf einem normalen Laptop-PC, der sich ganz einfach mit auf den Sportplatz mitnehmen lässt. Dazu wird nach dem Wurf mittels eines speziell entwickelten Magnetadapters eine Verbindung zwischen PC und Speer herge-stellt.
Die gemessenen Daten werden nun vom Trainer noch mit individuellen Informationen ergänzt und in einem Datenbanksystem abgelegt. Jetzt sind nicht nur konkrete Aussagen über den letzten Wurf, sondern auch über die Leistungsentwicklung eines Athleten über einen längeren Zeitraum möglich.


Besonders interessant wird es, wenn die Daten zwischen verschiedenen Athleten verglichen werden. Denn nicht nur bei den Olympischen Spielen, sondern auch auf dem heimischen Sportplatz zählt letztendlich nur eins: Wer ist der Beste?

Anna-Kristina Wassilew | idw
Weitere Informationen:
http://www.iff.fraunhofer.de
http://www.wissenschaft-im-dialog.de

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