Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heidelberger Forscher erstellen Hausnummern und Postleitzahlen für das Emirat Ras Al Khaimah

12.05.2006


Arbeitsgruppe aus dem Geographischen Institut der Universität Heidelberg erstellt Adress- und Postleitzahlensystem für das Emirat Ras Al Khaimah - Geographisches Informationssystem ermöglicht automatische Adressauffindung und erleichtert die Postzustellung



Im Auftrag seiner Hoheit Sheikh Saud Al Qasimi, Kronprinz und stellvertretender Regent des Emirats Ras Al Khaimah, erstellt eine Arbeitsgruppe um Dr. Heiko Schmid vom Geographischen Institut der Universität Heidelberg ein Adress- und Postleitzahlensystem für das nördlichste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate. Seit Mai 2005 wird dazu vom Heidelberger Projektteam an einem Geographischen Informationssystem (GIS) gearbeitet. Auf der Grundlage von detaillierten Luftbildern und digitalen Gebäude- und Straßendaten soll so die automatische Adressauffindung ermöglicht und die Postzustellung erleichtert werden. Ein solches GIS bietet zudem weitere Möglichkeiten, wie den Einsatz als Navigationssystem oder digitaler Reiseführer sowie zur Einsatzplanung für Notfalldienste und für die Stadt- und Regionalplanung.



Neben der Arbeit am Computer mit GIS absolvierten die Heidelberger Forscher umfangreiche Erkundungen vor Ort im Emirat Ras Al Khaimah. Während zweier Forschungsaufenthalte war dazu der Einsatz von Geländewagen, GPS-Navigation und Luftbildern notwendig, um alle bestehenden Gebäude und Straßen in das Adressierungssystem aufzunehmen. Für die beteiligten Heidelberger Studenten war dies nicht nur eine willkommene Abwechslung zum Studienalltag, sondern auch ein guter Praxistest, um die im Studium erlernten Kenntnisse anzuwenden: "Wie wichtig der Zusammenhang von Theorie und Praxis ist, erkennt man erst bei der praktischen Anwendung vor Ort", so Thilo Wiertz, einer der beteiligten Studenten.

Die mittlerweile vorliegenden Projektergebnisse der Heidelberger Arbeitsgruppe sind im Emirat Ras Al Khaimah sehr positiv aufgenommen worden. Kronprinz Sheikh Saud hat deshalb bereits ein Folgeprojekt in Auftrag gegeben und hofft auf eine schnelle Umsetzung von Hausnummern und Postleitzahlen. Für das Heidelberger Projektteam steht nun vor allem die Schulung von Mitarbeitern der Stadtverwaltung in Ras Al Khaimah am GIS-basierten Adress- und Postleitzahlensystem, aber auch die Anbringen von Hausnummern- und Straßenschildern im Mittelpunkt. Unterstützung bekommt das Projektteam von der Heidelberger Diplomgeographin Heike Wieczorrek, die zwischenzeitlich von der Stadtverwaltung in Ras Al Khaimah als GIS-Koordinatorin eingestellt wurde und den weiteren Ausbau des Informationssystems unterstützt.

Ansprechpartner:
Dr. Heiko Schmid, Geographisches Institut der Universität Heidelberg
Berliner Straße 48, 69120 Heidelberg
Tel. 06221 544590
heiko.schmid@geog.uni-heidelberg.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher der Universität Heidelberg
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

und
Irene Thewalt
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Dr. Michael Schwarz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-heidelberg.de
http://www.akademie-fuer-weiterbildung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Smart Living: VDE-Institut entwickelt Cloud-basierte interoperable Testplattform
15.02.2017 | VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

nachricht Saarbrücker Informatiker machen „Augmented Reality“ fotorealistisch
15.02.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie