Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

An der Universität Augsburg soll ein Kompetenzzentrum für Wirtschaftsinformatik entstehen

24.10.2001


Augsburger Universitätsleitung: Chance für den Standort und Anerkennung der bisherigen Leistungen der Universität zugunsten des Informatik-Bereichs



Das Leitungsgremium der Universität Augsburg erkennt in dem Angebot der Bayerischen Staatsregierung, ein "Kompetenzzentrum Wirtschaftsinformatik für IT-Dienstleistungen" mit einem Betrag von 6 Millionen DM in Kooperation von Universität Augsburg und schwäbischer Wirtschaft zu unterstützen, eine Chance, sowohl die Standortqualität der Region als auch die Attraktivität der Universität zu stärken. Darüber hinaus sieht das Leitungsgremium in diesem Angebot eine Anerkennung der bislang an der Universität Augsburg zugunsten der Angewandten Informatik und der Wirtschaftsinformatik geleisteten Arbeit. Es wird die Fragen, die mit dem neuen Projekt verbunden sind, mit den zuständigen Gremien der Universität erörtern.



"BUNDESWEIT EINMALIGES KOMPETENZZENTRUM"

Das von Staatsminister Huber dem bayerischen Kabinett vorgeschlagene Konzept zielt auf ein "bundesweit einmaliges Kompetenzzentrum Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt IT-Finanzdienstleistungen", an dem primär Software-Tools für Finanzdienstleistungen entwickelt werden sollen, etwa Risikomanagementsysteme für Banken, Versicherungen und die betriebliche Finanzplanung oder Instrumente der Finanzierungsplanung mit elektronischen Beratungssystemen oder kundenorientierte Informationssysteme für Finanzdienstleister.

UNIVERSITÄT AUGSBURG DER "IDEALE STANDORT"

Huber bezeichnete die Universität Augsburg als den "idealen Standort" für ein solches Kompetenzzentrum, da man zum einen hier auf einen etablierten Kompetenzbereich Financial Management mit acht Lehrstühlen in der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zurückgreifen könne und zum anderen soeben auf der Grundlage fünf neuer, mit 17,7 Millionen DM aus der High-Tech-Offensive Bayern
anschubfinanzierter Informatik-Lehrstühle ein Studiengang "Angewandte Informatik" gestartet sei. Mit dem Schwerpunkt auf IT-Finanzdienstleistungen, so Huber, werde der Bereich Wirtschaftsinformatik an der Universität Augsburg weiter hervorragend positioniert.

Das Konzept sehe vor, dass das am neuen Kompetenzzentrum aufgebaute internationale Spitzen-Know-how über Kooperationsprojekte mit Softwarehäusern, Beratungsunternehmen, Finanzdienstleistungsunternehmen, Banken und Versicherungen sowie Industrieunternehmen sofort in die betrieblichen Praxis ausgedehnt werden solle. Der Technologietransfer werde den Unternehmen helfen, ihre Informationstechnik schneller im Vergleich mit den Wettbewerbern zu modernisieren und für dynamische Märkte flexibler und leistungsfähiger zu gestalten. Die Nähe zu München als dem deutschen Versicherungsplatz Nummer eins und Bankenplatz Nummer zwei sei dabei ein zusätzlicher Wettbewerbsvorteil. Der Wirtschaftsstandort Augsburg werde von der Einrichtung des Kompetenzzentrums Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt IT- Finanzdienstleistungen profitieren, Augsburg werde als IT-Standort erheblich aufgewertet werden.

FINANZIERUNG DURCH STAATLICHE UND PRIVATE DRITTMITTEL

Das Kompetenzzentrum solle als eine zeitlich befristete, drittmittelfinanzierte Einrichtung durch Aufstockung bestehender Lehrstühle an der Universität Augsburg organisiert werden. Hierzu würden der Universität für den Zeitraum von fünf Jahren Drittmittel zur Finanzierung von bis zu zehn wissenschaftlichen Mitarbeitern einschließlich der zugehörigen Ausstattungskosten zur Verfügung gestellt. Insgesamt seien bis zu sechs Millionen Mark an staatlichen Fördermitteln vorgesehen. Innerhalb des fünfjährigen Förderungszeitraums solle das Kompetenzzentrum über gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit der Wirtschaft und durch Auftragsentwicklungen für die Wirtschaft weitere, private Drittmittel in mindestens gleicher Höhe erwirtschaften. Die Voraussetzungen, dieses Ziel zu erreichen, seien, so Huber, hervorragend, nachdem im Bereich Financial Engineering bereits zahlreiche gemeinsame Projekte mit Banken - etwa mit der HypoVereinsbank, der Advance Bank oder der Deutschen Bank Private Banking - und mit Softwarehäusern wie SAP erfolgreich bearbeitet würden.

Klaus P. Prem | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Computer mit Köpfchen
18.08.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Pepper, der neue Kollege im Altenheim
17.08.2017 | Universität Siegen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie