Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Daten-Verschlüsselung ist unverzichtbar

12.10.2001


Fraunhofer IGD zeigt auf der Systems 2001 Sicherheitssystem für Computernetze



Nach den Terroranschlägen in den USA widmen sich Staat und Wirtschaft verstärkt dem Thema Sicherheit. Kontrovers diskutieren zur Zeit Politiker und Experten in Medien und Öffentlichkeit die Vor- und Nachteile verschiedener Sicherheitsverfahren, die beispielsweise zur biometrischen Erkennung aber auch zur Verschlüsselung von Daten eingesetzt werden. Verschlüsselungsverfahren in den Computernetzen sind unverzichtbar, damit Unternehmen und staatliche Organisationen ihre sensiblen Daten vor Spionage und Hackerattacken schützen können. Geschieht dies nicht, könnten hochbrisante Informationen in die Hände von Kriminellen gelangen und deren Angriffe - beispielsweise auf die Computersysteme von Regierungen, Banken und Forschungseinrichtungen - erleichtern.



Flexible Zugangs- und Nutzungskontrolle in einer Hochsicherheitsumgebung bietet das »ReEncryption-System™«, bekannt unter dem Projektnamen »CIPRESS«. Präsentiert wird das Sicherheitssystem auf der Systems 2001 in München vom Darmstädter Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD (Halle C1 Stand 548). Die IGD-Forscher haben »CIPRESS« (Cryptographic Intellectual Property Rights Enforcement SyStem) im Auftrag der Mitsubishi Corporation, Tokyo, entwickelt. Das System erzwingt obligatorische Verschlüsselung zu jedem Zeitpunkt und bewahrt für den Nutzer die vollständige Transparenz der Anwendung. Ferner können Sicherheitsadministratoren die Verwendung der Daten verfolgen und kontrollieren. So lassen sich selbst illegale analoge Kopien von digitalen Daten nachweisen und der Verursacher der Rechteverletzung kann belangt werden. Selbst die Entwendung kompletter Datenträger oder Rechner gefährdet nicht die Sicherheit der dort gespeicherten Daten. Verantwortlich für diesen hohen Sicherheitsstandard ist die Verknüpfung von zwei Technologien: Das von Mitsubishi Corporation patentierte ReEncryption™ Verfahren und die vom Fraunhofer IGD patentierten Digitalen Wasserzeichen sind direkt in das Betriebssystem eingebettet und können somit sämtliche auf dem Betriebsystem verfügbaren Anwendungen umfassend absichern.

Die aktuelle Version des Systems unterstützt Microsoft®« Windows® NT 4.0 und Microsoft® Windows® 2000. Bis Ende 2001 wird eine kommerzielle Implementierung dieser Versionen von der Mitsubishi Corporation in den Handel kommen. Versionen für führende Unix® Varianten wie Sun® Solaris® sind derzeit noch in der Entwicklung.

CIPRESS bietet den Anwendern ein Maximum an Sicherheit, wie mehrmonatige Feldversuche gezeigt haben. Alle Daten werden jederzeit verschlüsselt gehalten. Ein Key Center als zentrale Komponente erzeugt und speichert kryptographische Schlüssel, verfolgt und kontrolliert die Verwendung von Daten und Dokumenten.

Attraktiv ist das System insbesondere für den Finanz- und Regierungssektor, Softwareverlage, Forschungsinstitute und andere Einrichtungen, die sensitive Daten über Netzwerke austauschen und übliche kommerzielle Betriebssysteme einsetzen.

Im E-Business Innovationszentrum E-BIZ der Fraunhofer-Gesellschaft bieten fünf Institute (IAO, IGD, IIS-A, IPK und ESK) ihre gebündelte Kompetenz an. Das Demonstrationszentrum entwickelt und zeigt Best-Practice-Lösungen für Anwendungs-, Sicherheits- und Technikfragen. Die beteiligten Institute beraten die Firmen bei der Einführung spezifischer E-Business-Lösungen, damit sie ihre gesamten Geschäftsprozesse im Business-to-Business wie auch im Business-to-Consumer Sektor effizient gestalten können.

Systems 2001 Messe München
Fraunhofer E-Business Innovationszentrum
Halle C1, Stand 548
Dr. Christoph Busch
Stephen Wolthusen
Martin Einhoff
Fraunhofer IGD
Telefon +49 (0) 89/94 95 06 13
E-Mail: christoph.busch@igd.fraunhofer.de,
martin.einhoff@igd.fraunhofer.de
stephen.wolthusen@igd.fraunhofer.de

Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) in Frankfurt, das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) in Providence, Rhode Island (USA), das Fraunhofer Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur und das Centro de Computação Gráfica (CCG) in Guimarães (Portugal).

Innerhalb des Netzverbundes sind an den sechs Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 560 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Bei einem Haushalt von über 41 Millionen EURO bildet das INI-GraphicsNet weltweit den größten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.

Bernad Lukacin | Fraunhofer IGD
Weitere Informationen:
http://www.igd.fhg.de/igd-a8/projects/cipress/index.html

Weitere Berichte zu: Corporation Graphisch Graphische Datenverarbeitung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Das flexible Mitmach-Stromnetz
27.09.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Ein Terabit pro Sekunde – Neuer Modulationsansatz zur schnelleren optischen Übertragung von Daten
16.09.2016 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln quantenphotonischen Schaltkreis mit elektrischer Lichtquelle

Optische Quantenrechner könnten die Computertechnologie revolutionieren. Forschern um Wolfram Pernice von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie Ralph Krupke, Manfred Kappes und Carsten Rockstuhl vom Karlsruher Institut für Technologie ist es nun gelungen, einen quantenoptischen Versuchsaufbau auf einem Chip zu platzieren. Damit haben sie eine Voraussetzung erfüllt, um photonische Schaltkreise für optische Quantencomputer nutzbar machen zu können.

Ob für eine abhörsichere Datenverschlüsselung, die ultraschnelle Berechnung riesiger Datenmengen oder die sogenannte Quantensimulation, mit der hochkomplexe...

Im Focus: First quantum photonic circuit with electrically driven light source

Optical quantum computers can revolutionize computer technology. A team of researchers led by scientists from Münster University and KIT now succeeded in putting a quantum optical experimental set-up onto a chip. In doing so, they have met one of the requirements for making it possible to use photonic circuits for optical quantum computers.

Optical quantum computers are what people are pinning their hopes on for tomorrow’s computer technology – whether for tap-proof data encryption, ultrafast...

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Laser für Neurochirurgie und Biofabrikation - LaserForum 2016 thematisiert Medizintechnik

27.09.2016 | Veranstaltungen

Ist Vergessen die Zukunft?

27.09.2016 | Veranstaltungen

Von der Probe zum digitalen Modell - MikroskopieTrends ´16

26.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nanotechnologie für Energie-Materialien: Elektroden wie Blattadern

27.09.2016 | Physik Astronomie

Ultradünne Membranen aus Graphen

27.09.2016 | Physik Astronomie

Ein magnetischer Antrieb für Mikroroboter

27.09.2016 | Biowissenschaften Chemie