Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

INI-GraphicsNet und südkoreanische Universität werden Joint-venture gründen

10.10.2001


Die INI-GraphicsNet Stiftung, mit Sitz in Darmstadt, und die Ewha Womans University in Seoul, Süd-Korea, haben vereinbart, bis zum Ende dieses Jahres das Joint-venture NEMETech "Institute for New Media Technology" in Seoul zu gründen und damit ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit weiter auszubauen. Das "Memorandum of Understanding" haben Prof. Dr. José L. Encarnaç"o, der Vorstandsvorsitzende der INI-GraphicsNet Stiftung und Prof. Dr. Sang Chang, Präsidentin der Ewha Womans University im August 2001 in Seoul unterzeichnet. Ziel des gemeinsamen Unternehmens wird es sein, interaktive Multimedia-Technologien zu entwickeln und diese in neue Anwendungen für den industriellen, öffentlichen wie auch privaten Sektor umzusetzen. Das Joint-Venture wird Anfang 2002 seine Arbeit aufnehmen und eng mit Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft kooperieren.



Das geplante Joint-Venture NEMETech wird von den Kompetenzen und Ressourcen der zwei Partner profitieren, die sich ideal ergänzen. "Die Ewha Universität zählt zu den international renommierten Wissenschaftseinrichtungen, insbesondere in den IuK-Technologien, der Medizin und im Ingenieurwesen, und das INI-GraphicsNet mit seinen weltweit tätigen Forschungsinstitutionen verfügt über ein umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der neuen Medien und neuen Kommunikationsformen", betont Prof. José L. Encarnaç"o. Außerdem bestehen bereits enge Beziehungen zwischen beiden Einrichtungen. Mitglieder des INI-GraphicsNet wie das Fraunhofer- Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD und das Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) kooperieren schon seit mehreren Jahren in Forschungsprojekten mit der Ewha Womans University. Große Beachtung fand beispielsweise die so genannte "Cardiac Station", die Ärzte zukünftig bei der Diagnose und Analyse von Herzkrankheiten unterstützten wird. In einem zweijährigen Projekt haben Forscherinnen und Forscher des INI-GraphicsNet und der Ewha Universität eine Software entwickelt, die aus Schichtbildern ein dreidimensionales, dynamisches Herzmodell erstellt. Neben verschiedenen Forschungsprojekten haben auch gemeinsame Workshops in Süd-Korea und Deutschland zu einem intensiven wissenschaftlichen Austausch zwischen den Forschungseinrichtungen geführt.



NEMETech wird Schlüsseltechnologien wie Virtual Reality, Augmented Reality und Multi User Interaction einsetzen, um Anwendungen für zukunftsträchtige Märkte zu realisieren. Das breite Spektrum soll von Ausbildung und Training über die Medizin bis zur Verkehrslogistik reichen. Das Joint-Venture könnte so als "Technologie-Broker" fungieren zwischen der südkoreanischen Wirtschaft, der Ewha Womans University und dem INI-GraphicsNet, dem weltweit größten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung. Für diese Art des Technologietransfers besteht in der Metropole Seoul und deren Einzugsgebiet ein großer Bedarf. In dem Gebiet sind namhafte Unternehmen verschiedener Wirtschaftszweige wie der Automobil-, Anlagen- und Spieleindustrie ansässig. Gleichzeitig hätte NEMETech als Mitglied des INI-GraphicsNet Zugang zu globalen Märkten, um gemeinsam mit den anderen Institutionen Projekte zu aquirieren und durchzuführen. Von der neuen Partnerschaft wird auch die Ewha Universität profitieren, die mit 14 Colleges , neun Graduate Schools und über 17.000 Studentinnen nicht nur die größte Frauenuniversität der Welt ist, sondern mit der Seoul National University zu den wissenschaftlich führenden Hochschulen Koreas zählt.

Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) in Frankfurt, das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) in Providence, Rhode Island (USA), das Fraunhofer Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur und das Centro de Computaç"o Gráfica (CCG) in Guimar"es (Portugal).
Innerhalb des Netzverbundes sind an den sechs Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 560 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Bei einem Haushalt von über 41 Millionen EURO bildet das INI-GraphicsNet weltweit den größten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.

Bernad Lukacin | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise