Anzeige

Student des Instituts für Textiltechnik konstruiert eine Kissenfernbedienung
Der abendliche Streit um die Fernbedienung mündet im modernen Haushalt in eine witzige Kissenschlacht. So stellt sich Ulrich Koßmann einen gemütlichen Fernsehabend vor. Denn wenn der Aachener Student vor dem Fernseher relaxt, liegt er am liebsten auf seiner Fernbedienung. Für eine Studienarbeit am Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen hat Koßmann die Fernbedienung seines Fernsehers in ein Sofakissen eingebaut.
Die Frage, "wo ist die Fernbedienung?" könnte schon im nächsten Jahr in vielen Familien der Vergangenheit angehören. Dipl.-Ing. Tim Grundmann vom ITA bezeichnet den "voll funktionsfähigen Prototyp als Basis für die Weiterentwicklung zur Serienreife". Für das textile Tastensystem hat das ITA ein Patent angemeldet. Mit einer kleinen Erstauflage will das Institut in wenigen Monaten die Marktfähigkeit der Kissenfernbedienung mit 20 Tasten testen. Im Lehrstuhl für Textilmaschinenbau von Univ.-Prof. Thomas Gries häufen sich schon jetzt die Anfragen nach der Erfindung.
Koßmanns Konzept, ein Produkt zu entwickeln, das viele Menschen gebrauchen kön-nen, ist aufgegangen. Auf der 32. Aachener Textiltagung "ATC 05" wurde der 25-Jährige mit dem Förderpreis Textil des Aachener Textilzentrum e.V. für seine Studienarbeit "Produktentwicklung einer TV-Kissen-Fernbedienung mit Bauelementen aus dem Bereich der Smart Textiles" ausgezeichnet.
Drei Fernbedienungen zerlegte Ulrich Koßmann in ihre Einzelteile, bevor er nach zehn Monaten intensiver Handarbeit ein brauchbares Ergebnis vorweisen konnte. Die sensible Elektronik liegt geschützt im Zentrum des Kissens und wird über textile Leiterbahnen mit den Tasten verbunden.
Durch einfache Druckknopftechnik können die elektronischen Elemente entfernt werden, so dass das Kissen auch für die Maschinenwäsche geeignet ist. Im Belastungstest wurden die einzelnen Tasten aktuell bereits mehr als 100.000 mal gedrückt. "Auf die Anwendung der Kissenfernbedienung wollen wir selbst Power-Zappern eine Garantie geben", erklärt der verantwortliche Ingenieur Grundmann die Versuchsreihe, in der das Kissen auch unzählige Male gewaschen wird. Vor der Markteinführung braucht das ITA einen Elektronik-Partner. "Wir können zur Serienanfertigung ja nicht unsere Fernbedie-nungen zerschneiden", lacht Koßmann.
Textilien mit Pfiff haben Zukunft. Und am Institut für Textiltechnik auch eine Vergan-genheit. Ulrich Koßmann ist der dritte Student, der ein elektronisches Produkt mit textilen Tasten entwickelt hat. Das Studienprojekt "Matrixtaster" von Achim Besen trägt Prof. Gries in seinen Vorträgen regelmäßig am Arm. "Die Smart Mouse wird in die Manschette am Hemdsärmel integriert", informiert Tim Grundmann. So lässt sich eine Power-Point-Präsentation raffiniert und nahezu unsichtbar steuern. Ein weiteres Produkt einer Studentin ist ein Stoffarmband mit Bedienelementen für einen MP3-Player.
Die textilen Tasten seien in vielen Bereichen denkbar, meint Grundmann. Als Zukunftsprojekt soll das System in Fahrzeugsitzen integriert werden.
Für weitere Informationen ist Dipl.-Ing. Tim Grundmann telefonisch erreichbar unter 0241/80-98222 oder per E-Mail an: tim.grundmann@ita.rwth-aachen.de.
Thomas von Salzen | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.rwth-aachen.de
Weitere Berichte zu: Fernbedienung > ITA > Kissen > Sofakissen > Textiltechnik
Acht weitere Satelliten für das europäische Navigationssystem bestellt
02.02.2012 | Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Jointly utilizing LTE networks
02.02.2012 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI
Durch Verwendung viraler Vektoren können mittels RNAi Genfunktionen in Insekten innerhalb kurzer Zeit studiert werden
Gelbe Biotechnologie ist die Biotechnologie mit Insekten, analog zur grünen (Pflanze) und roten (Tiere) Biotechnologie. Wirkstoffe oder Gene aus Insekten werden charakterisiert und können für die Forschung oder die Anwendung in Landwirtschaft oder Medizin eingesetzt werden.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, verwenden jetzt ein Verfahren, mit dem sie die ...
Optomechanische Interaktionen
Vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende stellen ein mikroskopisches System vor, das Licht in mechanische Schwingung und umgekehrt umwandeln kann. Diese Interaktion ist so stark, dass damit die Bewegung des Oszillators auf einer quantenmechanischen Ebene beeinflussbar wird.
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist bekannt, dass die Bewegung von Gegenständen letztlich ...
Matschige Tomaten, braune Bananen und überreife Kirschen – die Abfälle von Großmärkten sind bisher bestenfalls auf dem Kompost gelandet. Künftig sollen sie besser genutzt werden: In einer neu entwickelten Anlage lassen sie sich vergären. Dabei entsteht Methan, das als Kraftstoff Autos antreiben kann.
Lässt der Autofahrer am Zapfhahn Erdgas in den Tank strömen statt Benzin oder Diesel, fährt er günstiger und umweltbewusster: Der Treibstoff schont das Portemonnaie, die Auspuffgase enthalten weniger Kohlenstoffdioxid und kaum Rußpartikel. Zunehmend rüsten Autofahrer daher ihre Otto-Motoren für den Erdgas-Betrieb um. Erdgas gehört jedoch ebenso wie Erdöl zu den ...
Mechanismen bei der Dotierung organischer Halbleiter geklärt
Das Dotieren anorganischer Halbleiter stellt die zentrale Grundlage der modernen Elektronik dar. Dabei werden Halbleitermaterialien, wie beispielsweise Silizium, kontrolliert mit Fremdatomen verunreinigt, wodurch sich die Leitfähigkeit präzise einstellen lässt.
Seit einigen Jahren wird die sogenannte organische Elektronik als zukunftsweisende Technologie entwickelt. Hier werden organische Moleküle und Polymere als Halbleiter verwendet.
...
Sie reinigen, inspizieren und suchen nach Katastrophenopfern – mobile Roboter sind vielseitig einsetzbar.
Doch oft ist keine Karte verfügbar, die ihnen den Weg durch unbekanntes Gelände weist. Ein neuer mobiler Roboter erkundet autonom fremde Umgebungen und kartiert sie. Eine Algorithmen-Toolbox macht’s möglich.
Industrieroboter sind seit Jahren in der Arbeitswelt etabliert – etwa in der Automobil- oder der Hausgerätefertigung verrichten sie zuverlässig ihren Dienst am ...
Anzeige
Anzeige

Wissenschaftler entdecken möglicherweise bewohnbare Super-Erde
02.02.2012 | Physik Astronomie
Study finds southern Indian Ocean humpbacks singing different tunes
02.02.2012 | Studien Analysen
Forscher in Heidelberg untersuchen intrazellulären Transport
02.02.2012 | Biowissenschaften Chemie
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Das Kleinkraftwerk im eigenen Keller
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten
1. Augsburger Technologietransfer-Kongress
02.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten