Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Untersuchung: WAP ist ein Flop

21.07.2000


... mehr zu:
»Handy »WAP »WAP-Seite
WAP ist die Abkürzung von "Wireless Application Protocol", also ein drahtloses Anwendungs-Protokoll. Dieses (relativ neue) Übertragungsprotokoll ermöglicht Besitzern von WAP-fähigen Handys den
eingeschränkten Abruf von ausgewählten Webseiten, die man an der Adresse "http://wap.......com" erkennt. Der Bremerhavener Informatikprofessor Edgar Einemann hat mit seinen Mitarbeitern für das Magazin Focus den Stand der WAP-Nutzungsmöglichkeiten untersucht und zahlreiche WAP-Seiten getestet. Herausgekommen ist eine Momentaufnahme, die unter dem Titel "WAP-Flop" auf den Punkt gebracht werden kann.

Die inhaltliche Qualität der WAP-Seiten wurde unter mehreren Gesichtspunkten analysiert. Im Zentrum stand die Frage nach dem Informationsgehalt in Breite und Tiefe. Der zweite Punkt war die Frage nach der Interaktivität: Ist die Durchführung einer Aktion (z. B. Buchung) möglich oder kann diese zumindest vorbereitet werden (Anruf, Mail)? "Die Praxis zeigt, dass die automatisierte Auslösung eines Anrufs die wirkliche Link-Funktion von WAP ist, die dem Handy als Kommunikationsinstrument angemessen ist", beschreibt Prof. Dr. Einemann seine Untersuchungsergebnisse. Differenzierte Angaben seien häufig mit zu viel unbequemem Eingabe-Aufwand verbunden. "So wird man Zimmer-Kategorien oder Reservierungszeiten in Restaurants doch letztlich in zwischenmenschlicher Telefon-Kommunikation aushandeln und nicht per mehrfachem Notenwechsel über E-Mail organisieren."
Wichtig waren für Einemann auch Fragen der Navigation und des Informationsgehaltes: Gibt es Probleme beim Erreichen der Seite, ist ein Rücksprung innerhalb der Seite möglich, läuft die Arbeit ohne ein Festfahren oder Abstürze? Gibt es eine Datumsangabe und eine Urheber-Angabe? Alle Einstufungen wurden in ein Punkte-System umgerechnet. Ergebnis des Testes: Weder Städte und Gemeinden noch Firmen und Privatpersonen haben in nennenswertem Umfang ein WAP-Angebot aufgebaut.
"Das Ergebnis meiner Untersuchung bezieht sich ausschließlich auf den momentanen Stand dieser Technologie und Anwendung. Die Grundidee, das mobile Individuum in das weltweite Netz einzubeziehen, hat Charme und Zukunft", sagt Prof. Dr. Edgar Einemann zu seiner jüngsten Untersuchung. Eher unwahrscheinlich sei, dass die heutigen Endgeräte, Übertragungstechnologien und eben auch WAP dabei eine Schlüsselrolle spielen. "Wahrscheinlich wird sich der mobile Internet-Nutzer in fünf Jahren gar nicht an das WAP des Jahres 2000 erinnern", meint der Bremerhavener Informatikprofessor.
Wer mehr über die WAP-Untersuchung wissen möchte, kann unter "www.einemann.net" nachlesen.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Dipl.Pol. Daniela Krause-Behrens |

Weitere Berichte zu: Handy WAP WAP-Seite

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie