Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schnelle Kamera lässt sich nicht blenden

30.08.2001


Der Markt für industrielle Bildverarbeitung wächst beständig und die digitalen Kameras werden immer leistungsfähiger. Eine, die schnell und auch bei starken Helligkeitsunterschieden zuverlässig arbeitet, wird erstmals auf der Messe Vision in Stuttgart vorgeführt.

Wer mit modernen Digitalkameras fotografiert, weiß, dass starkes Gegenlicht zu milchig überstrahlten Fotos führt. Gute Bilder bei hohen Helligkeitsunterschieden aufzunehmen, ist mit solchen Amateurgeräten kaum möglich. Kameras, die industrielle Fertigungsprozesse überwachen, sollen eine solch hohe Dynamik hingegen bewältigen und am besten noch automatisch Muster und Objekte erkennen. Genau dies leistet ein System, das erstmals auf der Messe Vision in Stuttgart vom 9. bis 11. Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Herzstück ist ein CMOS-Chip, der bei maximaler Auflösung von 1024 x 1024 Pixeln 15 Bilder pro Sekunde aufnehmen kann. Genügen dem Benutzer kleinere Bilder von beispielsweise 128 x 128 Pixeln, so wird gar eine Frequenz von 870 Bildern pro Sekunde erreicht.

Den Bildsensor für das hochdynamische und schnelle Auge haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS entwickelt und in Kleinserie hergestellt. Sie sind Mitglied des internationalen Wissenschaftlerteams, das die Kamera im europäischen Projekt »High Performance Industrial Vision - HIPER« hervorgebracht hat. Martin van Ackeren vom IMS erläutert ihr zweites Feature: "Die Kamera verarbeitet die aufgenommenen Bilder gleich weiter. Dies leistet ein ebenfalls eigens entwickelter anwendungsspezifischer Chip, den wir Object Engine nennen." Seine Algorithmen der Bildverarbeitung können vom Anwender der Kamera entsprechend der Aufnahmesituation umprogrammiert und damit angepasst oder erweitert werden.

Diese flexiblen Aufnahme- und Verarbeitungsprogramme des Kamerasystems HIPER erweitern auch die Einsatzbereiche der industriellen Bildverarbeitung deutlich. Bei Fachleuten heißen sie: Inspektion, Präsenzerkennung, Bauteilbestückung, Ablaufsteuerung oder Bewegungsverfolgung als Teilbereiche von Fertigungs- und Überwachungseinrichtungen. Van Ackeren ist sicher, dass das Projekt HIPER für die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie wichtig ist, denn er betont, "dass der Markt für industrielle Bildverarbeitung beständig wächst."

Martin van Ackeren
Telefon: 02 03/37 83-1 30


Fax: 02 03/37 83-2 66

vackeren@ims.fhg.de

Martin van Ackeren | idw
Weitere Informationen:
http://www.ims.fhg.de/

Weitere Berichte zu: Bildverarbeitung HIPER Helligkeitsunterschied Pixel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Analyse komplexer Biosysteme mittels High-Performance-Computing
13.12.2017 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

nachricht Roboter-Navigation über die Cloud
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften