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Large Hadron Collider: Erweiterung des weltweiten Rechengitters zur Auswertung wissenschaftlicher Daten

20.05.2005


Eine wichtige Etappe auf dem Gebiet der Entwicklung wissenschaftlicher Rechengittertechnologien ist erreicht worden. Zehn Tage lang wurden Daten zwischen dem CERN (Europäisches Laboratorium für Teilchenphysik in Genf) und sieben Forschungszentren, die sich in den Vereinigten Staaten und in Europa befinden, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 600 Megabytes pro Sekunde (MB/s) gesendet. Dies ist die zweite von vier Etappen, in denen die Infrastruktur des LCG Grid (LHC Computing Grid) getestet wird.

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Das LCG Grid wurde speziell für die vier Experimente entwickelt, die am LHC Teilchenbeschleuniger durchgeführt werden: ALICE, ATLAS, CMS und LHCb. Das gesamte Projekt basiert auf einem Rechenzentrum, das in drei Niveaus strukturiert ist: auf dem Niveau 0, bezeichnet als Tier-0, werden die rohen Daten vom LHC Beschleuniger erzeugt, gespeichert und auf dem Niveau 1 (Tier-1) verteilt. Dieses besteht aus etwa 10 Rechenzentren, in denen die primären Daten, die direkt aus den Experimenten des LHC stammen, verteilt und verarbeitet werden. Auf dem Niveau Tier-2 befinden sich etwa 70 sekundäre Zentren, die hauptsächlich Mittel für die Analyse und Lagerung der Daten liefern.

Als Zentrum Tier-1 des LCG Grid wird das CC-IN2P3 des CNRS (Französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung), im Hinblick auf 2008, eine Berechnungskapazität von 12 Millionen SpecInt 2000* (das Äquivalent von ungefähr 6000 derzeitigen Prozessoren), eine Lagerkapazität von etwa 6 Millionen Gigabytes und eine Datenflussgeschwindigkeit von 10 Gigabits pro Sekunde liefern müssen.


Die bisherigen Ergebnisse haben die Anfangsprognosen weit überschritten, da der Datenfluss zwischen dem CERN und den 7 Standorten bereits Geschwindigkeiten von 800 MB/s erreicht haben.

* Das Spec ist die Maßeinheit der Berechnungsleistung eines Computers. Man unterscheidet zwei Einheiten: „SpecInt“ und „SpecFp“, die die Leistungen als ganzzahlige bzw. reelle Berechnungen bezeichnen.

Kontakt: IN2P3 – Dominique Armand
E-Mail: darmand@admin.in2p3.fr
Tel.: +33 1 4496 47 51
www.cnrs.fr

Quelle: Mitteilung des CNRS, 25.04.2005
Redakteur: Nicolas Condette, nicolas.condette@diplomatie.gouv.fr
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Wissenschaft-Frankreich (Nummer 77, 18. MAi 2005)

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Jérôme Rougnon-Glasson | Wissenschaft-Frankreich
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