Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ein Brief mit "Köpfchen"

13.08.2001


Der Testbrief passt in international gebräuchliche Geschäftsbriefumschläge, wiegt nur 30 Gramm, ist flexibel und kann die modernen Briefsortieranlagen ohne Probleme passieren.


"Schneckenpost" - diesen Begriff kennt jeder, egal wo er zu Hause ist. Die Engländer sagen "Snail mail", die Italiener "Posta lumaca", die Spanier "Correo caracol" und die Franzosen nennen es "Poste escargot". Doch diese "Schneckenpost" kann bald der Vergangenheit angehören. Denn mit Hilfe des neuartigen, vollelektronischen Testbriefs von Siemens stellen Postdienste ganz genau fest, wo es beim Weg vom Einwurf des Testbriefs bis hin zum Briefkasten des Empfängers zu vermeidbaren Verzögerungen kam. Die Testbriefe decken Schwachstellen auf und helfen Logistikmängel zu beseitigen.

Natürlich gab es auch bisher schon Testbriefe. Allerdings mussten diese manuell ausgewertet werden, und die Post stand oft vor dem Problem, dass sich der Weg eines Briefes zwar prinzipiell nachvollziehen lässt, aber nur schwer herausgefunden werden konnte, wo und wie lange sich ein Brief während seiner Reise aufhielt. Die Ursachen für die Verspätung einzelner Briefe blieben also oft im Dunkeln. Nun können die Qualitäts-Verantwortlichen der Post auf einen mit modernster Elektronik bestückten Testbrief zurückgreifen und diesen immer wieder gezielt zirkulieren lassen.

Der Testbrief passt in international gebräuchliche Geschäftsbriefumschläge, wiegt nur 30 Gramm, ist flexibel und kann die modernen Briefsortieranlagen ohne Probleme passieren. Er kann aber auch in jedem Päckchen oder Paket untergebracht werden. Mit Hilfe eines Minicomputers werden alle Transportphasen des Testbriefs minutiös gespeichert und ausgewertet.

Ein eingebauter Beschleunigungs-Sensor registriert die mechanischen Schwingungen, die zum Beispiel Lastwagen, Bahn oder Flugzeug auslösen. Aber auch jeder Stillstand, etwa wenn der Testbrief im Briefzentrum oder im Postkasten liegen bleibt, wird aufgezeichnet.

Wie perfekt dieses System arbeitet, zeigen einige Details: Dem geübten Auswerter am PC verrät der Testbrief, ob er in einer Propellermaschine durchgeschüttelt wurde oder im Laderaum eines Jets ruhte. Man erkennt, ob der LKW-Transport über Land oder durch die Stadt ging und ob der Postbote ein Fahrzeug benutzte oder zu Fuß unterwegs war.

Das Einsatzgebiet des Testbriefs ist übrigens genauso international wie der Begriff "Schneckenpost", denn er wird heute schon in 16 Ländern eingesetzt, beispielsweise beim US Postal Service, der Royal Mail in Großbritannien, der Schweizer Post oder auch in Südafrika. Bei der Deutschen Post wird ein ähnliches System verwendet.

Weitere Produktinformationen erhalten Sie bei Helmut Langhammer Tel. 030/6392-6434, Fax 030/6392-6407 oder per E-Mail über Helmut.Langhammer@kst.siemens.de

Helmut Langhammer | Pressemitteilungen

Weitere Berichte zu: Testbrief

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Vom Gehirn zur Robotik: Algorithmen verarbeiten Sensordaten wie das Gehirn
25.09.2017 | Universität Ulm

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Latest News

Fraunhofer ISE Pushes World Record for Multicrystalline Silicon Solar Cells to 22.3 Percent

25.09.2017 | Power and Electrical Engineering

Usher syndrome: Gene therapy restores hearing and balance

25.09.2017 | Health and Medicine

An international team of physicists a coherent amplification effect in laser excited dielectrics

25.09.2017 | Physics and Astronomy