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Bessere Konstruktion durch bessere Kommunikation

27.04.2005


Im Rahmen des DIVERCITY-Projekts konzentrierte man sich auf die Bereitstellung eines dezentralisierten virtuellen Arbeitsplatzes zur Verbesserung der Kommunikation innerhalb Baubranche. Eine der sechs entwickelten Projektanwendungen ist das Client Briefing mit Hinblick auf die relevante Konstruktions-/Bauphase, wobei eine eingehende Interaktion mit dem Kunden erforderlich ist.


Heutzutage ist der Bau ein Prozess mit mehreren Beteiligten, der eine erhöhte Kommunikation der Baugestaltungsinformationen erfordert, während IuK-Technologien oftmals nur in geringem Umfang vorhanden sind oder sogar ganz fehlen. Dies in Verbindung mit der Tatsache, dass die Kundenbedürfnisse immer anspruchsvoller geworden sind, machte das Informationsmanagement und die Kommunikationstechnik zu den Schlüsselthemen der modernen Baubranche.

Davon herausgefordert wurden im Rahmen des DIVERCITY-Projekts innovative Arbeitsplatztechnologien zur Verbesserung der Gebäudegestaltung und -konstruktion entwickelt. Die neue Arbeitsplatzumgebung fördert in großem Maße die gleichzeitige Nutzung von Informationen, die Kommunikation und die Interaktion zwischen allen beteiligten Parteien. Das Wichtigste ist dabei, dass von dieser kollaborativen Umgebung erwartet wird, dass sie die effiziente und effektive Zusammenarbeit zwischen allen Interessengruppen wie Expertenteams, Unternehmern, Kunden und Arbeitern ermöglichen soll.


Client Briefing ist eine der bedeutenden Softwareanwendungen, die entwickelt wurde, um die wichtigsten Konstruktions-/Bauphasen abzudecken. Diese Anwendung ist für die finale Konstruktion entscheidend, da sie in der Projektphase eingesetzt wird, in der die Nutzeranforderungen an eine neue Einrichtung an das Gestaltungsteam übermittelt werden. Die Software umfasst ein Toolkit zur Entwicklung eines grafischen Gebäudeprogramms, das die Schlüsseloptionen des zu gestaltenden Gebäudes widerspiegelt.

Durch die Interaktion zwischen Kunde und Gestalter werden die räumlichen Anforderungen zusammen mit ihren möglichen gegenseitigen Beziehungen identifiziert und in einem Formular spezifiziert, auf das zukünftige Verweise einfach durchgeführt werden können. Die abgeleiteten räumlichen 3D-Layouts können analysiert werden, um sicherzustellen, dass sie die Kundenanforderungen erfüllen und zur Erzeugung eines konzeptuellen Designs weiter verwendet werden können. Diese "Raum-Layout"-Dateien können leicht in die weit verbreiteten CAD-Anwendungen exportiert werden.

Die anderen fünf Anwendungen sind Thermal, Acoustic und Lighting Simulations (Wärme-, Akustik- und Lichtsimulationen), Visual Product Chronology (Visuelle Produktchronologie) sowie Site Planning and Analysis (Standortplanung und -analyse), die in einem Hauptrahmenprogramm unterstützt werden. Die Client Briefing Komponente kann jedoch auch als eigenständige Anwendung außerhalb des Rahmenwerks angesehen werden. Es werden Kollaborationsmöglichkeiten mit wissenschaftlichen Organisationen, die sich mit diesem Forschungsfeld beschäftigen, bzw. mit Partnern zur Verwertung des Produkts gesucht.

Rob Aspin | ctm
Weitere Informationen:
http://www.nicve.salford.ac.uk

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