Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundestag verabschiedet Signaturgesetz: GI warnt vor unsicheren Anbietern

15.02.2001


Heute hat der Deutsche Bundestag die Neufassung des Signaturgesetzes von 1997 verabschiedet. Allerdings sei nicht jede Signatur gleich vertrauenswürdig, stellt die Gesellschaft für Informatik fest und rät zur
Vorsicht.

Bonn, 15. Februar 2001 Als "gelungene Umsetzung der EU-Signaturrichtlinie" hat Prof. Dr. Heinrich C. Mayr, Präsident der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), die heute vom Deutschen Bundestag verabschiedete Neufassung des Signaturgesetzes aus dem Jahr 1997 bezeichnet.

Mit dem Gesetz würden zwei unterschiedliche Stufen von Signaturverfahren eingeführt, solche mit und ohne amtliches Gütesiegel, erläuterte Mayr. Allerdings biete nur das Signaturverfahren von akkreditierten Zertifizierungsdiensteanbietern mit amtlichem Gütesiegel die erforderliche Sicherheit für elektronischen Geschäftsverkehr.

"Eine Signatur ohne Gütesiegel lässt sich in etwa mit der Erklärung eines Wurstwarenherstellers vergleichen, seine Wurst sei garantiert BSE-frei", so Mayr: "Man kann sich nicht hundertprozentig darauf verlassen."

"Nur das im Gesetz auf freiwilliger Basis verankerte akkreditierte Signaturverfahren, bei dem sowohl der Diensteanbieter als auch die technischen Komponenten des Signaturverfahrens vorab überprüft werden, genügt den hohen Sicherheitsanforderungen an einen elektronischen Geschäftsverkehr, bei dem sensible Daten ausgetauscht werden", hob Mayr nachdrücklich hervor. Darüber hinaus seien nur die Signaturen akkreditierter Anbieter nach der neuen Regelung 35 Jahre gültig. Alle anderen Signaturen verlören mit dem Verschwinden des Diensteanbieters ihre Gültigkeit, sodass dann auch beispielsweise Verträge mit dieser einfachen Signatur nicht mehr rechtsgültig seien.

Deshalb fordere die GI alle Behörden, Gerichte, Krankenhäuser, Ärzte, Versicherungen, Anwälte, Steuerberater und ähnliche Stellen, die mit personenbezogenen, vertraulichen Daten umgehen, nachdrücklich auf, ausschließlich Signaturverfahren von akkreditierten Diensteanbietern zu verwenden, so Mayr. Allen anderen Nutzern empfehle die GI, zum eigenen Schutz nur akkreditierte Signaturverfahren zu nutzen.

"Nur so kann die dringend notwendige Sicherheit für den elektronischen Geschäftsverkehr im Internet geschaffen werden", betonte Mayr. Erst wenn die Menschen von der Sicherheit im elektronischen Geschäftsverkehr überzeugt seien, könne dieser für die Zukunft immens wichtige Geschäftsweg die notwendige breite Akzeptanz in der Bevölkerung finden.

Bei Abdruck Belegexemplar erbeten. Vielen Dank!


Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Cornelia Winter | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Roboter-Navigation über die Cloud
11.12.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Neuer Kaba Zylinder mit Service-Funktion: Zeitlich begrenzter Zutritt für Servicepersonal
07.12.2017 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mit Quantenmechanik zu neuen Solarzellen: Forschungspreis für Bayreuther Physikerin

12.12.2017 | Förderungen Preise

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen

12.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

E-Mobilität: Neues Hybridspeicherkonzept soll Reichweite und Leistung erhöhen

12.12.2017 | Energie und Elektrotechnik