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Sprache als Maus-Ersatz

08.04.2005


"Forschungsansätze zur Mensch-Maschine-Interaktion durch sprachgesteuerte Dialogsysteme" präsentiert die auf diesem Sektor forschende Arbeitsgruppe der Universität Ulm auf der diesjährigen Hannover Messe (11. bis 15. April).



"Wir wollen Partner für eine Zusammenarbeit gewinnen, um diese Ansätze für konkrete Anwendungen weiter zu entwickeln", formuliert Prof. Wolfgang Minker das Ziel des Messe-Auftritts. Chancen und Möglichkeiten dazu sieht der stellvertretende Leiter der Abteilung Informationstechnik auf den verschiedensten Gebieten, "weit über die bisher bekannten Anwendungen hinaus." Seit 2003 forscht und lehrt der Fachbereich "Dialogsysteme" zu diesem Thema. "Und dies mit viel versprechenden Ergebnissen, auf denen wir aufbauen können", versichert Minker, vor seiner Berufung an die Uni drei Jahre lang im Forschungsbereich von DaimlerChrysler tätig.

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Dass die in der Fakultät für Ingenieurwissenschaften angesiedelte Einrichtung damit auf einem überaus zukunftsträchtigen Feld operiert, steht für den Ingenieur und Naturwissenschaftler außer Zweifel. Schließlich müsse sich der Mensch als Computer-Nutzer nach wie vor weitgehend der Maschine anpassen. "Die Interaktion mit Computern beziehungsweise technischen Systemen allgemein basiert heute noch primär auf der Dateneingabe über haptische Geräte wie Maus und Tastatur sowie der Informationsausgabe über einen grafischen Monitor", erläutert der Ulmer Forscher. Ziel der intensiv betriebenen Forschungen indes sei die Anpassungsfähigkeit des Computers an den Menschen, die Mensch-Technik-Interaktion durch sprachgesteuerte Dialogsysteme eben.

Ein Problem dabei: Gesprochene Sätze muss der Computer wortweise analysieren und interpretieren. Schließlich wird der Dialog abhängig vom Inhalt eines Satzes gesteuert. Zu beeinflussen ist er allerdings auch von der Stimmlage des Benutzers. "Schon seit geraumer Zeit befassen sich internationale Forschungsvorhaben mit der computergestützten Verarbeitung natürlich gesprochener Sprache", erklärt Wolfgang Minker und sieht dabei "Deutschland weltweit mit führend".

Der enorme Forschungsaufwand auf diesem Sektor hat nicht nur für ihn einen plausiblen Hintergrund. Die konkreten Anwendungen dieser Innovationen versprechen einen riesigen Markt, vom Haushalt und Büro über den Automobilbereich bis zu Automaten aller Art.

Willi Baur | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-ulm.de/

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