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Die Umwandlung des Kulturerbes in wirtschaftliches Wachstum

05.04.2005


Der Socio Economic Analyser (SEA) ist ein neues Softwaretool, das im Rahmen des EU-finanzierten OpenHeritage-Projekts entwickelt wurde und regionale Kulturbehörden bei der Analyse ihrer Ressourcen im Kulturerbe-Bereich unterstützt.

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Das lokale Kulturerbe wird zu einer immer wichtigeren Ressource für die regionale Entwicklung, bei der Zugriff und angemessene Werbung für potenzielle Besucher bedeutende Faktoren für Entwicklungsstrategien sind. Das Projektteam kombinierte Informationen zum Kulturerbe und zu den ökologischen Ressourcen mit Marketingmodellen, um die lokale bzw. regionale Entwicklung zu fördern, Touristenführer zu erstellen und Arbeitsplätze zu schaffen.

Die daraufhin entwickelte Software erleichtert die Bewertung der Qualität und der Pluspunkte der jeweiligen Ressourcen in regionalen/lokalen kulturellen Systemen sowie die Abschätzung der Hindernisse für deren Nutzung.


Der im Rahmen des Projekts neu entwickelte Socio Economic Analyser (SEA) ist in der Lage, den Status des jeweiligen Kulturerbes in einem bestimmten geografischen Gebiet festzustellen. Er kann dann eine detaillierte sozio-ökonomische Bewertung der einzelnen kulturellen Ressourcen aufstellen, ganz gleich ob es sich dabei um Museen, Denkmäler, archäologische Stätten oder natürliche Landschaften handelt.

Der SEA kann daraufhin das Gebiet sowohl als Ganzes als auch innerhalb verschiedener Kategorien des kulturellen Sektors einschätzen und eine Analyse aller einschränkenden Faktoren wie Erreichbarkeit oder vorhandene Unterbringungsmöglichkeiten durchführen. Folglich erstellt der SEA zuerst ein statisches Modell eines bestimmten geografischen Gebiets, das einen sektorweisen Vergleich der Region gegenüber anderen Mitbewerbergegenden ermöglicht.

Danach wird auf der Grundlage des statischen Modells und unter Berücksichtigung des Status des lokalen Kulturerbes sowie des ökologischen und sozio-ökonomischen Kontextes ein dynamisches Modell erzeugt. Dieses vereint kommerzielle Einrichtungen wie Hotels und Restaurants mit öffentlichen Initiativen zur Werbung für das regionale Kulturerbe auf sowohl lokaler als auch nationaler Ebene. Das Ziel dieses zweiten Modells liegt in der Bereitstellung einer Orientierungshilfe für die Entscheidungsträger im Rahmen der sozio-ökonomischen Entwicklung in ihrer jeweiligen Regionen.

Deshalb ist das Tool für Entscheidungsträger von Interesse, die über die Nutzung von Instrumenten und Geldern für die strukturelle Entwicklung entscheiden müssen. Es kann eingesetzt werden, um die Auswirkungen verschiedener regionaler Innovationsstrategien zu simulieren und zu prognostizieren. Sowohl einzelne Unternehmer als auch Museen und andere Institutionen des Kulturerbes können den Analysator auch zur Entwicklung von Strategien nutzen, um ein größeres Publikum anzusprechen, die Besucherzahlen zu erhöhen und die Einnahmen zu steigern.

Dr. Flavio Tariffi | ctm
Weitere Informationen:
http://www.spacespa.it

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