Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Parkplatzsuche mit dem Handy

27.07.2001


Bald schon Realität: Digitaler Stadtplan auf dem Handy


Die Ersteigerung der Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard UMTS, der im Jahr 2006 in Betrieb gehen soll, hat die großen Netzbetreiber fast 100 Milliarden DM gekostet. Vor diesem Hintergrund ist die Suche nach neuen mobilen Anwendungen und Diensten, auf die der Handybenutzer nicht mehr verzichten will, verständlich. Sogenannte "Standortbezogene Dienste" oder "Location Based Services" werden zur Zeit als kapitalträchtige Zukunftstechnologie gehandelt. Der Nutzer solcher Dienste kann - abhängig von seiner räumlichen Lage - zahlreiche Informationen und Dienste mit direktem Bezug zu seiner Umgebung wie Hinweise auf nächstgelegene Einkaufsmöglichkeiten, Briefkästen, Telefonzellen oder auch freie Parkplätze abrufen.

Im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut für Geoinformatik der Universität Münster entwickelt und testet Kai Jens Altgott zur Zeit den Prototypen eines mobilen Stadtinformationssystems (MoSIS) für das Stadtgebiet Münsters als praktisches Beispiel für die Umsetzung solcher standortbezogenen Dienste.

Nach dem Start von "MoSIS" sieht der Nutzer mit Hilfe eines tragbaren Kleincomputers seinen derzeitigen Standort auf einem digitalen Stadtplan. Neben der Nutzung als einfachen Stadtplan mit Navigations- und Zoomfunktionen können verschiedene Einrichtungen gesucht werden, wie beispielsweise Hotels, Restaurants, Kaufhäuser, Parkplätze oder Behörden. Der Benutzer hat auch die Möglichkeit, sich bestimmte Einrichtungen, immer ausgehend von seiner derzeitigen räumlichen Position, in der Karte anzeigen zu lassen. Je nach Auswahlmodus können die jeweils nächstgelegene Einrichtung, alle Einrichtungen in einem bestimmten Radius oder sämtliche Einrichtungen eines bestimmten Typs für das Stadtgebiet angezeigt werden. Zusätzlich können dem mobilen Nutzer zur ausgewählten Einrichtung erweiterte Dienstleistungen angeboten werden: Denkbar sind hier Kartenreservierungen für Kino- oder Theatervorstellungen, der Hinweis auf freie Parkplätze in der Umgebung oder die Anzeige kleinerer Filmsequenzen und Fotos von Kunstobjekten oder weiteren Sehenswürdigkeiten.

Die genaue Positionsbestimmung des Anwenders erfolgt mit Hilfe der Satellitenortung durch das "Global Positioning Systems" (GPS). Benötigte Daten wie digitale Stadtpläne oder Einrichtungskoordinaten werden von einem zentralen Server mit Hilfe der Funkdatenübertragung auf das Display des Anwenders übertragen.

Den Nutzungsmöglichkeiten eines solchen mobilen Stadtinformationssysteme sind für die Zukunft nahezu keine Grenzen gesetzt: Ob mobile Routenplaner, digitale Stadtführer für Touristen oder die Anzeige von Sonderangeboten in der näheren Umgebung - eigentlich jede Form der mobilen Informationsversorgung erscheint möglich. Für Kai Jens Altgott vom Institut für Geoinformatik der Universität Münster ist es nur noch eine Frage der Zeit, "bis die Nutzung von standortbezogenen Diensten ebenso selbstverständlich sein wird, wie das mobile Telefonieren oder die Nutzung des Internet".

Norbert Frie | idw

Weitere Berichte zu: Parkplatzsuche Stadtgebiet Stadtplan

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie