Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

TU Dresden erhält Europas erstes Supercomputer-Serversystem "SGI Origin 3000"

31.08.2000


Die HPC-Community der Dresdner Universität gilt international als einer der Pioniere des technisch-wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens. Sie wird die innovative SGI-Technologie nutzen, um mit Hilfe hochgradig
parallelisierter Anwendungsprogramme besonders herausfordernden Fragestellungen nachzugehen - von der biomedizinisch nutzbaren Materialforschung bis zur besseren Treibstoffausbeute in der Luft- und Raumfahrt.

Die TU Dresden (TUD) erhielt in diesem Monat das erste System der Next-Generation-Serverlinie SGITMOriginTM3000, das in Europa für den Produktionsbetrieb ausgeliefert wird. Dieser Tage verließ das umfangreich ausgestattete versehene High-Performance-Computing-(HPC)-System die Fertigungsstätte der Schweiz und wurde im Universitätsrechenzentrum (URZ) installiert. Die Installation hat einen Investitionsumfang von mehr als 3 Millionen Mark.
Nach Dresden ging die größte der drei Modellvarianten der neuen NUMA-Serverfamilie: ein bis zu 512 Prozessoren ausbaufähiges System SGI Origin 3800. Die Lieferung besteht aus zwei Tranchen, mit zunächst 64 Prozessoren, gefolgt von weiteren 64 CPUs im Herbst. Die Prozessoren sind MIPS R12000S mit 400 MHz, der Systemspeicher ist 32 GB groß; das Betriebsystem ist IRIX.
Hochgradig skalierbare Supercomputing-Server von SGI setzt die TUD als Plattform für ihre HPC-Projekte schon seit Jahren ein. Die HPC-Community der Dresdner Universität gilt international als einer der Pioniere des technisch-wissenschaftlichen Hochleistungsrechnens. Sie wird die innovative SGI-Technologie nutzen, um mit Hilfe hochgradig parallelisierter Anwendungsprogramme besonders herausfordernden Fragestellungen nachzugehen - von der biomedizinisch nutzbaren Materialforschung bis zur besseren Treibstoffausbeute in der Luft- und Raumfahrt. An der Universität sind eine ganze Reihe der Anwendergruppen aus den chemisch, physikalisch, mathematisch und technisch ausgerichteten Instituten engagiert, Parallel-Programme selbst zu entwickeln, wobei sie vom Zentrum für Hochleistungsrechnen (ZHR) unterstützt werden. Das URZ als Betreiber des Systems arbeitet eng mit dem ZHR zusammen, das unter Leitung von Prof. Wolfgang Nagel als einer der Hauptbenutzer MPI-Entwicklungen an vorderster Technologie-Front mit voran treibt. Es unterstützt die anwendenden Fachdisziplinen bei der Optimierung ihrer MPI-Eigenentwicklungen und entscheidet mit dem ZHR-Beirat, welche Projekte auf die einzelnen HPC-Systeme übernommen werden.
Dr. Stefanie Maletti, am URZ leitend verantwortlich für die Abteilung "Hochleistungsrechnen" und damit für den effizienten Betrieb der SGI-HPC-Systeme zuständig: "Wir stellen eine stark wachsende Nachfrage insbesondere nach Rechnerleistung für größere Parallel-Programme fest. Die T3E ist zu gut 90 Prozent ausgelastet, und die Origin 2000 hat sich als stabile, vielbeschäftigte Durchsatzmaschine bewährt, die am effektivsten ist, wenn man viele kleinere SMP-Jobs auf ihr fährt. Sie wird als echtes SMP-Arbeitspferd auch weiterhin eine Zukunft haben, jetzt aber deutlich entlastet. Für MPI-Programme, die viele Prozessoren brauchen, wird die neue Maschine neue Perspektiven schaffen. Wir freuen uns auf die ´Herausforderung Origin 3800´. Sie scheint uns ein würdiger Nachfolger beider bisher eingesetzter Maschinen, denn sie ist der Origin 2000 ähnlich und ist zugleich mit mächtigen Eigenschaften der T3E ausgestattet. Wir sind stolz, als Vorreiter an der neuen SGI-Technologie teilzuhaben." 
Auf dem neuen SGI-Server sollen u.a. folgende Projekte durchgeführt werden:
Institut für Werkstoffwissenschaft
Ein Projekt, das man dem molekularen Bio-Engineering zuordnen kann: Welche Wechselwirkungen gibt es zwischen Materialwissenschaft und Bereichen der Medizin, Biologie und Technik? Ziel: die Entwicklung von Stoffen, die sich zwischen Metall und Knochen einbetten lassen.
Institut für Luft- und Raumfahrt
Direkte numerische Simulation im Bereich Strömungsmechanik: Wie lassen sich Strömungen schwach elektrisch leitfähiger Fluide mittels elektromagnetischer Kräfte beeinflussen? Hintergrund: Wie kann man den Widerstand von in Fluiden (wie Wasser und Luft) bewegten Fahrzeugen reduzieren und damit kostensparende Antriebsweisen entwickeln?
Institut für Organische Chemie
Molecular Modeling (neue Molekülverbindungen berechnen): Struktur und Eigenschaften von Katalysatoren erkennen und verbessern; Eine Kooperation mit dem Arzneimittelwerk Dresden
Weitere Informationen bei: Marion Moia, Tel.: (0 89) 4 61 08 -2 40
oder Stefan Ehgartner, Tel.: (0 89) 53 29 57-0

Petra Huber

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Karsten Eckold |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise