Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fußgänger-Navigationssystem an der Saar-Uni entwickelt

16.07.2001


Navigationshilfen aus dem Autocomputer haben sich bewährt. Die nützlichen Systeme helfen bei der Routenplanung sowie bei Fahrten durch fremde Städte und liefern aktuelle Zusatzinformationen wie Staumeldungen oder wo sich die nächste Tankstelle befindet.

Ein ähnliches System zur Unterstützung von Fußgängern wurde jetzt an der Saar-Uni entwickelt. Im Fachbereich Informatik entstand nun eines der leichtesten und kleinsten Systeme, das in der Lage ist, z.B. Besuchern des Saarbrücker Campus den Weg zu weisen. Die Hauptkomponenten des ARREAL-Systems sind ein leicht zu tragender Rucksack, ein Mini-Monitor, der so klein ist, dass er an der Brille des Benutzers befestigt werden kann und eine speziell entwickelte Zweiknopf-Bedieneinheit.

Eine besondere Schwierigkeit bei der Unterstützung von Fußgängern konnte mit Arreal überwunden werden: Während Autos an Straßen gebunden sind, bewegen sich Fußgänger weitaus flexibler im Raum. Eine absolute Besonderheit des ARREAL-Systems ist die erstmalige Verbindung der Navigation im Freien und in Gebäuden. Während sich ARREAL im Freien auf Satelliten zur Ortsbestimmung verlässt, übernehmen diese Aufgabe im Gebäude spezielle selbstentwickelte Infrarotsender.
Mit dem "virtuellen Reiseleiter" im Gepäck findet sich der Fußgänger überall zurecht - auf dem Flughafengelände, im Firmenkomplex, in Innenstädten - egal ob er sich gerade im Freien, in einem Gebäude oder einem öffentlichen Verkehrsmittel aufhält.

Außerdem reagiert ARREAL adaptiv auf die wechselnde Benutzersituation - d. h. es erkennt, ob es jemand eilig hat oder ob er nur gemütlich umherschlendert. Das Hilfesystem passt je nach Ort und Geschwindigkeit die Art und Menge der präsentierten Information automatisch an.

Das Hilfesystem ARREAL kann noch mehr: Neben der reinen Navigationsaufgabe unterstützt es z.B. Anfragen zu Gebäuden in der unmittelbaren Umgebung des Benutzers. Eine einfache Zeigegeste mit dem Bedienelement auf ein Gebäude genügt, um zusätzliche Infos abzurufen, etwa über das Innenleben und die Funktion des Gebäudes.
Dies ermöglicht eine nahtlose Verbindung zwischen realer und virtueller Welt.

ARREAL entstand im Rahmen des Sonderforschungsbereichs 378 "Ressourcenadaptive Kognitive Prozesse" am Lehrstuhl von Professor Wolfgang Wahlster im Rahmen zweier Diplomarbeiten.

Fragen beantwortet Ihnen gerne Dr. Antonio Krüger
Universität des Saarlandes
Fakultät 6
Zi.1.06, Bau 36.1
66123 Saarbrücken

Tel. (0681)-302-4137
Fax (0681)-302-4136
E-Mail: krueger@cs.uni-sb.de

Hochschul- Presseteam | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfki.de/~krueger

Weitere Berichte zu: ARREAL Fußgänger Hilfesystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

EUROSTARS-Projekt gestartet - mHealth-Lösung: time4you Forschungs- und Entwicklungspartner bei IMPACHS

28.06.2017 | Unternehmensmeldung

Proteine entdecken, zählen, katalogisieren

28.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Scheinwerfer-Dimension: Volladaptive Lichtverteilung in Echtzeit

28.06.2017 | Automotive