Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hitech-Messgerät für japanisches Mobilfunkunternehmen

01.08.2000



Einer der weltweit größten Mobilfunkbetreiber, NTT DoCoMo in Japan, erhält einen Breitband-Vektor-Channel-Sounder, entwickelt vom Fachgebiet Elektronische Messtechnik der TU Ilmenau in Zusammenarbeit mit den Firmen
MEDAV, Erlangen, sowie VAD und IRK, beide Dresden. Das mit seinen technischen Parametern einmalige Hitech-Messgerät wird in Japan zur Messung der Wellenausbreitung im Mobilfunk eingesetzt, um Mobilfunksysteme der 3. und 4. Generation entwickeln zu können.

Im Unterschied zu den derzeitigen Systemen der 2. Generation (GSM-Standard bzw. D-Netz und E-Netz) werden diese Systeme einen drahtlosen, multimediafähigen Zugang zum Internet erlauben. UMTS, der neue Standard der 3. Generation, wird gegenüber GSM eine bis zu 200 mal höhere Übertragungsgeschwindigkeit ermöglichen. Damit kann das Internet von einem mobilen Terminal, z.B. auch aus einem Fahrzeug heraus, genauso effektiv genutzt werden wie an einer herkömmlichen ISDN-Steckdose. Die Mobilität der Teilnehmer wird allerdings die Möglichkeiten bei der Nutzung der neuen elektronischen Medien wesentlich erweitern und das tägliche Leben noch stärker beeinflussen, als es durch das mobile Telefonieren bereits geschieht.
Ein Problem ist allerdings die für Multimediadienste (Daten, Video und Audio) benötigte riesige Übertragungskapazität, da freie Frequenzbänder nur begrenzt zur Verfügung stehen.Die UMTS-Bänder werden inzwischen für Milliardenbeträge versteigert.
Die Betreiber sind deshalb gezwungen, die teuer ersteigerten Frequenzbänder mit höchster Effektivität zu nutzen. Das soll u.a. durch sogenannte "intelligente Antennen" geschehen, die gleichzeitig mehrere Teilnehmer gezielt ansprechen können und somit die Übertragungskapazität wesentlich erhöhen.
Gerade für die Entwicklung solcher Systeme wird das neuartige Messgerät benötigt, mit dem u.a. Messungen in der im Bild gezeigten Airbus-Montagehalle in Hamburg-Finkenwerder durchgeführt wurden. Eine derartig komplizierte Industrieumgebung ist typisch für die zukünftigen drahtlosen lokalen Netze (HIPERLAN), die bereits zu den Systemen der 4. Generation gerechnet werden können und eine weitere Verzehnfachung der Übertragungsgeschwindigkeit versprechen. Das Foto zeigt neben dem Messgerät eine "intelligente Antenne" mit 14x14 einzelnen Elementen.
Am Institut für Kommunikations- und Messtechnik, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Ilmenau, werden in mehreren Forschungsprojekten (BMBF, EU, DFG) neue Prinzipien für Mobilfunksysteme der 3. und 4. Generation entwickelt.

Kontakt/Information:

TU Ilmenau
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
Institut für Kommunikations- und Messtechnik
Prof. Reiner Thomä
Tel. 03677-69 26 21
e-mail: tho@e-technik.tu-ilmenau.de

M.A. Wilfried Nax |

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein Terabit pro Sekunde – Neuer Modulationsansatz zur schnelleren optischen Übertragung von Daten
16.09.2016 | Technische Universität München

nachricht Simulation von Personenströmen erhöht Sicherheit bei Großveranstaltungen
13.09.2016 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenboost für künstliche Intelligenz

Intelligente Maschinen, die selbständig lernen, gelten als Zukunftstrend. Forscher der Universität Innsbruck und des Joint Quantum Institute in Maryland, USA, loten nun in der Fachzeitschrift Physical Review Letters aus, wie Quantentechnologien dabei helfen können, die Methoden des maschinellen Lernens weiter zu verbessern.

In selbstfahrenden Autos, IBM's Watson oder Google's AlphaGo sind Computerprogramme am Werk, die aus Erfahrungen lernen können. Solche Maschinen werden im Zuge...

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Im Focus: Mit OLED Mikrodisplays in Datenbrillen zur verbesserten Mensch-Maschine-Interaktion

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP arbeitet seit Jahren an verschiedenen Entwicklungen zu OLED-Mikrodisplays, die auf organischen Halbleitern basieren. Durch die Integration einer Bildsensorfunktion direkt im Mikrodisplay, lässt sich u.a. die Augenbewegung in Datenbrillen aufnehmen und zur Steuerung von Display-Inhalten nutzen. Das verbesserte Konzept wird erstmals auf der Augmented World Expo Europe (AWE), vom 18. – 19. Oktober 2016, in Berlin, Stand B25 vorgestellt.

„Augmented Reality“ (erweiterte Realität) und „Wearable Displays“ (tragbare Displays) sind Schlagworte, denen man mittlerweile fast täglich begegnet. Beide...

Im Focus: OLED microdisplays in data glasses for improved human-machine interaction

The Fraunhofer Institute for Organic Electronics, Electron Beam and Plasma Technology FEP has been developing various applications for OLED microdisplays based on organic semiconductors. By integrating the capabilities of an image sensor directly into the microdisplay, eye movements can be recorded by the smart glasses and utilized for guidance and control functions, as one example. The new design will be debuted at Augmented World Expo Europe (AWE) in Berlin at Booth B25, October 18th – 19th.

“Augmented-reality” and “wearables” have become terms we encounter almost daily. Both can make daily life a little simpler and provide valuable assistance for...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einsteins Geburtsstadt wird für eine Woche Hauptstadt der Physik

23.09.2016 | Veranstaltungen

Industrie und Wissenschaft diskutieren künftigen Mobilfunk-Standard 5G auf Tagung in Kassel

23.09.2016 | Veranstaltungen

Fachgespräch Feste Biomasse diskutiert Fragen zum Thema "Qualitätshackschnitzel"

23.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Silizium auf Partnersuche: Neue Konzepte für Tandemsolarzellen am ISFH

26.09.2016 | Energie und Elektrotechnik

Klimawandel: Bei Wetterextremen profitiert einheimisches Grünland weniger von steigendem CO2

26.09.2016 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Herzteam des UniversitätsSpitals Zürich führt erstmals neuen Eingriff an einer Herzklappe durch

26.09.2016 | Medizintechnik