Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IBM, Sony, Sony Computer Entertainment Inc. und Toshiba stellen den Cell-Prozessor vor

01.12.2004


IBM, Sony Corporation, Sony Computer Entertainment Inc. (im Anschluß beide als Sony Group bezeichnet) und Toshiba Corporation haben heute angekündigt, daß sie technische Details des mit hoher Spannung erwarteten "Cell"-Mikroprozessors auf der International Solid State Circuits-Konferenz (ISSCC) in San Francisco vom 6.-10. Februar 2005 vorstellen werden. Der Prozessor wird gemeinsam von den Partnern entwickelt für Next-Generation-Computing-Anwendungen und digitale Konsumerelektronik.



IBM, Sony Corporation, Sony Computer Entertainment Inc. (im Anschluß beide als Sony Group bezeichnet) und Toshiba Corporation haben heute angekündigt, daß sie technische Details des mit hoher Spannung erwarteten "Cell"-Mikroprozessors auf der International Solid State Circuits-Konferenz (ISSCC) in San Francisco vom 6.-10. Februar 2005 vorstellen werden. Der Prozessor wird gemeinsam von den Partnern entwickelt für Next-Generation-Computing-Anwendungen und digitale Konsumerelektronik.

... mehr zu:
»Cell »Entertainment »Inc »Sony »Toshiba


Vor der detaillierteren Vorstellung haben die vier Unternehmen heute erstmals die Schlüsselkonzepte des Cell-Designs vorgestellt. Cell ist ein Multicore-Chip,der einen 64-bit POWER-Prozessorkern enthält und weitere, synergetische Prozessorkerne,die in der Lage sind, extrem umfangreiche Fließkomma-Berechnungen zu verarbeiten. Cell wird optimiert für rechenintensive Anwendungen und breitbandige Mediaanwendungen, z.B. für Computerspiele, Filme und andere Formen digitaler Inhalte.

Highlights des Cell-Prozessordesigns sind:

  • Multi-thread-, Multicore-Architektur
  • Unterstützung multipler Betriebssysteme
  • Enorme Bus-Bandbreite vom/zum Hauptspeicher,wie auch zu den Nachbarchips
  • Flexibles On-chip I/O-(Input/Output-)Interface
  • Echtzeit-Ressourcenmanagement-System für Echtzeit-Anwendungen
  • On-chip-Hardware zur Unterstützung eines Sicherheitssystems für den Schutz von geistigem Eigentum (Intellectual Property Protection)
  • Aufbau in 90-Nanometer-(nm)-SOI-Technologie (Silicon-on-insulator)

Cell nützt ein maßgeschneidertes Schaltkreisdesign für eine gesteigerte Gesamtleistung, und unterstützt gleichzeitig die präzise Steuerung des Prozessortakts, um Stromspar-Effekte zu erreichen. IBM, die Sony Group und Toshiba werden weitere Details über Cell in vier technischen Dokumenten, die auf der ISSCC-Konferenz vorgestellt werden sollen.

Cell ist ein technologischer Durchbruch insofern, als es flexible parallele und verteilte Computing-Architekturen übernimmt, die aus unabhängigen Multi-Core-Fließkomma-Prozessoren für rechenintensive Media-Anwendungen bestehen. Cell kann sowohl PC und Workstation-Betriebssysteme ausführen wie auch Echtzeit-CE/Spielekonsolen-Betriebssysteme. Die Skalierbarkeit, die Cell bietet, kann für eine breite Palette von Anwendungen eingesetzt werden, beginnend bei kleinen Konsumergeräten über Home Entertainment-Anwendungen bis hin zum professionellen Rendering von Filmen.

Das Design des Prozessors wird in einem gemeinsamem Labor der drei Firmen in Austin, Texas,entwickelt.

IBM plant den Beginn der Pilotproduktion von Cell und anderen Chips in seiner 300mm-Wafer-Fabrik in East Fishkill im Staat New York, USA, während der ersten Hälfte des kommenden Jahres. Die erste Computing-Anwendung, die IBM für Cell plant, ist eine Cell-basierte Workstation, die gemeinsammit SCEI (Sony Computer Entertainment Inc.) entwickelt wird. Die Workstation entsteht unter Federführung des deutschen IBM Entwicklungszentrums. Die Böblinger Spezialisten sind auch entscheidend an der Entwicklung des Cell-Prozessors beteiligt.

Sony Corporation rechnet mit der Einführung eines High-Definition-Fernsehers (HDTV), der mit Cell betrieben wird, im Jahr 2006. SCEI wird Cell in seinen Next-generation Computer-Entertainment-Systememverwenden, die derzeit in Entwicklung sind.

Toshiba rechnet mit der Einführung seines ersten Cell-basierten Produkts, einem HDTV-Fernsehgerät, in 2006.

Hans-Juergen Rehm | IBM Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.ibm.com

Weitere Berichte zu: Cell Entertainment Inc Sony Toshiba

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Layouterfassung im Flug: Drohne unterstützt bei der Fabrikplanung
19.05.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht Intelligente Industrialisierung von Rechenzentren
15.05.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen

23.05.2017 | Maschinenbau

«Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie