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WiMax-Netz für ganz Kent

08.11.2004


Funkversorgung für 1,5 Mio. Einwohner



Der englische Netzwerkbetreiber Telabria will im kommenden Jahr in Kent mit dem ersten Funknetzwerk nach dem Standard 802.16 (WiMax - Worldwide Interoperability for Microwave Access) starten. Es soll ein Gebiet von 3.600 Quadratkilometern, auf dem eineinhalb Mio. Menschen wohnen, mit breitbandigem Internet-Zugang per Funk versorgen. Auch Telefonieren wird möglich sein. Erste Tests sollen im Januar stattfinden, der kommerzielle Launch soll Mitte des kommenden Jahres erfolgen, teilte Telabria mit.

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Das Netz soll das erste in Großbritannien sein und dürfte, werden die Pläne tatsächlich umgesetzt, eines der ersten auf der Welt sein. WiMax bringt Highspeed-Internet via Antenne in die Haushalte, erlaubt Übertragungsraten von bis zu 70 Mbps pro Sektor und eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern. Der Standard gilt als mögliche Alternative zu DSL- bzw. Kabelverbindungen vor allem für entlegene Gebiete.

Derzeit gibt es nach Angaben des Chipherstellers Intel, eines der wesentlichsten Betreiber der neuen Technologie, weltweit bei 40 Telekom-Betreibern WiMax-Tests. Am 2. September ist in Schweden der erste europäische Test gestartet worden. Dabei senden in und um die nordschwedische Stadt Skelleftea zwei WiMax-Antennen ihre Signale in einem 90-Grad-Winkel über ein Gebiet, das sich in Nord-Süd-Richtung über 25 Kilometer erstreckt.

Telabria, das nunmehr ein WiMax-Netz im "Garten Englands" starten will, ist ein Start-up, das bereits einige WiFi (Wireless Fidelity)-Hotspots in London, Essex, Sussex, Surrey und Kent errichtet hat. Mit seinem WiMax-Netz in Kent will der Betreiber einerseits Privatkunden und andererseits vor allem Klein- und Mittelbetriebe ansprechen. Angeboten werden sollen sowohl Sprach-, als auch Video- und Datendienste. Für die "letzte Meile" zum Konsumenten setzt Telabria auf Produkte des kalifornischen Anbieters SkyPilot, die sowohl für WiMax als auch für Wi-Fi (Funkstandard 802.11) geeignet sind. "Durch diese Hybrid-Infrastruktur können die Kosten für die Anwender gering gehalten werden", schreibt Telabria.

Georg Panovsky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.telabria.com
http://www.telabria.com/aboutus/newsandpressreleases.html#news14

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