Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Unterstützung als Treiber für Office Performance

10.08.2004


Wie kann die Infrastruktur für Büroarbeitsplätze produktiv und anwenderfreundlich gestaltet werden? Dieser Frage ging Fraunhofer IAO mit der "E-Work" Nutzerstudie nach. Ziel war, wissenschaftlich fundierte Leitlinien zur Gestaltung der technologischen Infrastruktur von Büroräumen zu entwickeln.


Ein Arbeitsalltag ohne die aktive Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien ist heute für die meisten Berufstätigen kaum noch vorstellbar. Vor diesem Hintergrund gewinnt für die Arbeitswissenschaft die Frage an Bedeutung, wie eine entsprechende Infrastruktur für Büroarbeitsplätze produktiv und zugleich anwenderfreundlich gestaltet werden kann.

Fraunhofer IAO ging im Rahmen des Verbundforschungsprojekts "OFFICE 21®" mit der "E-Work" Nutzerstudie dieser Frage nach. Ziel war, wissenschaftlich fundierte Leitlinien zu entwickeln, um damit technologische Infrastrukturen von Büroräumen zu gestalten.


Wie bewerten die Anwender ihre IT? Um diese Ausgangsfrage zu beantworten, wurde die "IT-Güte" ermittelt. Anwender beurteilen damit, wie gut sich die IT für die Aufgabenerfüllung und die Berücksichtigung ihrer persönlichen Bedürfnisse eignet. Mit einer durchschnittlichen IT-Güte von 4,89 auf einer Skala von eins bis sieben haben die Anwender ihre Informations- und Kommunikationstechnologien tendenziell positiv bewertet. Verbesserungspotenzial ist dennoch gegeben.

Top-Kriterium der Nutzer für die Akzeptanz sind originäre Technologieeigenschaften wie Stabilität, Performance und Benutzerfreundlichkeit, gefolgt vom Bereich "persönliche Belastungen" durch eine neue Technologie. Hierunter fallen gesundheitliche Belastungen, der Schutz der Privatsphäre und der persönliche Mehraufwand, der nötig ist, um die neue Ausstattung zu erlernen. Über alle Benutzerschichten ist das dritte der Top-Kriterien die Wirtschaftlichkeit, noch vor Faktoren wie der nahtlosen Integration in die Arbeitsumgebung, dem "ersten Eindruck" oder "Fun-Faktoren" wie Imagegewinn und Design.

Nachholbedarf sehen die Nutzer bei wesentlichen Technologieeigenschaften. Auf die Frage nach den drei wichtigsten Ansatzpunkten, um die zur Verfügung stehenden Informations- und Kommunikationstechnologien zu verbessern, führen die Anwender Stabilität, Benutzerfreundlichkeit und Fehlerfreiheit an, gefolgt von der Performance der Technologien. Abgeschlagen sind Aspekte wie das Design, Miniaturisierung oder die Integration von Endgeräten. Auffällig ist, dass diese Verbesserungspotentiale nahezu identisch sind mit den Akzeptanzfaktoren.

Eine wichtige Erkenntnis aus der Studie ist, dass über alle Alters- und Ausbildungsgruppen hinweg das Gefühl, neuen Technologien gewachsen zu sein, gut bis sehr gut bewertet wurde.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IAO
Alexander Greisle
Rosensteinstraße 22-24, D-70191 Stuttgart
Telefon +49 (0) 7 11/9 70-54 51, Telefax +49 (0) 7 11/9 70-54 61
E-Mail: Alexander.Greisle@iao.fraunhofer.de

Juliane Segedi | idw
Weitere Informationen:
http://www.iao.fhg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Dinosaurier mit Fleisch und Haut: Projekt zu digitaler Technik für MuseumsbesucherInnen
18.07.2017 | Fachhochschule St. Pölten

nachricht Rechtssicher durch den Cyberspace: Forschungsprojekt zur digitalen Rechteklärung
11.07.2017 | Fachhochschule St. Pölten

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet

20.07.2017 | Wirtschaft Finanzen