Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EU-Projekt bringt innovative Navigationssoftware hervor

13.07.2004


Bei einem von der EU finanzierten Projekt wurde eine neue, innovative Navigationssoftware entwickelt, die eine Anleitung für eine effizientere Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel gibt, und man hofft, dass sie zur Eindämmung von Staus beitragen kann.



Während die herkömmlichen Routenplanungsdienste nur ein Verkehrsmittel anbieten, schlägt das Projekt PEPTRAN (Pedestrian and Public Transport Navigation) eine Route auf der Grundlage von Fahr- und Fußwegen sowie öffentlichen Verkehrsmitteln vor.

... mehr zu:
»Navigationssoftware »PEPTRAN »Route


Das im Rahmen des Programms Informationsgesellschaftstechnologien (IST) des Fünften Rahmenprogramms (RP5) finanzierte Projekt PEPTRAN erhielt von der Europäischen Kommission Mittel in Höhe von 1,9 Millionen Euro.

PEPTRAN bietet Autofahrern und mobilen Nutzern über die Smartphones oder das eingebaute Navigationssystem im Auto binnen Sekunden Informationen zu den optimalen Routen.

"Die Anwender geben einfach die Grundinformationen zu ihrer Route ein, und unsere innovative Routensoftware zeigt ihnen den einfachsten Weg per Auto, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch durch eine Kombination aus den drei Möglichkeiten", erklärt Rory Doyle, Projektmanager von der British Maritime Technology.

Peter Walter, der britische nationale Ansprechpartner für ISY unter dem RP6, erklärte in einer Stellungnahme: "Nicht jeder tut sich mit Kartenlesen leicht, und selbst diejenigen, die es beherrschen, wissen aus erster Hand, wie schwierig und häufig zeitraubend es sein kann, bei der Fahrt Landkarten und Fahrpläne zu wälzen. Ich hoffe auch, dass durch PEPTRAN Staus eingedämmt werden können, denn die Leute, die das System zum ersten Mal benutzt haben, sagten, dass sie eher bereit waren, statt des eigenen Fahrzeugs die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen."

Die Anwender können Datum und Zeit ihrer Fahrt sowie den Zielpunkt in das mobile oder ins Fahrzeug eingebaute Navigationsgerät eingeben. PEPTRAN liefert dann anhand der Informationen aus den bestehenden Straßennavigationssystemen, den Servern für Fahrzeuge und öffentlichen Verkehr die Route. Innovativ ist das System dahingehend, dass es Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel und das Fortschreiten in Echtzeit der öffentlichen Transportfahrzeuge berücksichtigt. PEPTRAN ist auch in der Lage, dem Anwender anzugeben, wie und wo er in Bussen umsteigen muss, um die Wegezeit insgesamt zu verkürzen. Es leitet Autofahrer zu den nächstgelegenen Parkplätzen vor der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs, um den Verkehr in den Städten zu reduzieren. Sowohl bei der ins Fahrzeug eingebauten als auch bei der mobilen Option erhält der Anwender die Informationen in Form von Karten oder einfachen Textanweisungen.

"Dies wird sehr wichtige Vorteile mit sich bringen, vor allem für Touristen, Berufsfahrer und möglicherweise auch für Car Sharing- und Mietfahrzeugsdienste, die ihre Dienstleistungen für die Kunden verbessern möchten", meinte Rory Doyle.

| cn
Weitere Informationen:
http://www.bmt.org
http://www.peptran.co.uk

Weitere Berichte zu: Navigationssoftware PEPTRAN Route

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise