Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Virenplage jetzt auch bei Handys

09.07.2004


950 neue Malicious-Codes im Juni



Der japanische Antiviren- und E-Security-Software-Anbieter Trend Micro hat den Viren-Report für den Monat Juni präsentiert. Im Juni ging die größte Gefahr vom ungarischen Wurm Zafi.B aus. Zafi ist ein typisches Beispiel für eine hybride Bedrohung. Bei der Malware handelt es sich um einen PE-Infektor, der sich über E-Mails und Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P) verbreitet.



Neben dem "Hitparadenstürmer" Zafi registrierte Trend Micro einen überragenden "Mannschaftserfolg" der Netsky-Wurmfamilie. Die Netskys belegten gleich acht Plätze in den "Viren-Top-Ten". Als einziger Neueinsteiger konnte sich der Trojaner Dasmin.B auf dem vierten Platz der Hitliste positionieren.

Mit dem am 15. Juni entdeckten EPOC_CABIR könnte den Viren-Jägern der erste echte Mobiltelefon-Virus ins Netz gegangen sein. Der Malicious-Code verbreitet sich via Bluetooth-Technologie. Um andere Geräte zu infizieren, müssen sich potenzielle Angriffsziele jedoch in der näheren Umgebung des Handys befinden. Weiters müssen die Geräte so konfiguriert sein, dass einkommende Verbindungen akzeptiert werden. EPOC_CABIR ist zudem bei der Installation auf die aktive Zustimmung des Anwenders angewiesen. Seine Tarnung als reguläre Applikation legt aber eher eine Kategorisierung als Trojaner nahe.

Laut Trend Micro beschränkt sich das Verbreitungspotenzial von Viren für Handys aufgrund verschiedener Faktoren. An erster Stelle steht das Fehlen eines weit verbreiteten Betriebssystems, wie Windows bei PCs. All das bedeutet laut Trend Micro aber nicht, dass Handy-Viren auch zukünftig keine Bedrohung werden könnten. EPOC_CABIR zeigt eindeutig die enge Verknüpfung von Vor- und Nachteilen neuer Technologien. Auch wenn der Malicious-Code aktuell noch keine Schäden verursacht, ist er doch ein Indiz für das Interesse der Virenprogrammierer an neuen Verbreitungswegen.

Insgesamt hat der Sicherheitsspezialist rund 950 neue Malicious-Codes im Monat Juni entdeckt. Das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vormonat, in dem 1.050 Schadprogramme gefunden wurden. Darüber hinaus musste Trend Micro im Juni zum ersten Mal in diesem Jahr keinen globalen Virenalarm auslösen.

Wilhelm Bauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.trendmicro.com

Weitere Berichte zu: EPOC_CABIR Handy Malicious-Code Trojaner

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie