Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die nächste Generation des World Wide Web wird entwickelt - Semantic Web

01.07.2004


Forschungszentrum L3S erprobt Semantic Web

... mehr zu:
»L3S »Semantic »Wide »World

Das Forschungszentrum Learning Lab Lower Saxony (L3S) in Hannover nimmt Arbeiten an zwei weiteren Großprojekten der Europäischen Union auf. Trotz großer Konkurrenz konnte das L3S, gemeinsam mit Partnern aus ganz Europa, zwei Networks of Excellence erfolgreich beantragen. In den Projekten "Knowledge Web" und "Rewerse" sollen die Grundlagen und Anwendungen des Semantic Webs, der nächsten Generation des World Wide Webs (WWW), erforscht und erprobt werden. Die beiden Projekte integrieren die Arbeit von insgesamt 50 Top-Forschungseinrichtungen aus ganz Europa. Sie werden mit einem Gesamtbudget von mehr als 12 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre von der EU gefördert.

Das derzeitige Internet ist von der Funktion her ein syntaktisches Netz, in dem die Struktur des Inhalts zu finden ist, während der Inhalt selbst für Computer nicht zugänglich ist. Die nächste Internetgeneration, das semantische Netz (Semantic Web), soll solche Probleme mindern und für konkrete Probleme gezielte Lösungen anbieten. Sobald die Ressourcen im Internet zusätzliche semantische Informationen enthalten, die maschinenlesbar und -verarbeitbar sind, werden Mensch und Computer viel leichter darauf zugreifen können. Im Semantic Web kann die Suchmaschine Anfragen "verstehen", also zum Beispiel auch Anfragen beantworten wie etwa: "Wie hieß der Torwart des Fußballweltmeisters 1974?". Suchanfragen werden daher im Semantic Web schneller und zielgenauer sein und vor allem das ungeheure Wissenspotenzial des Internet viel effektiver nutzbar machen. Damit wird der Einfluss des Internet auch auf elektronische Arbeit (eWork) und elektronischen Handel (eCommerce) erheblich größer als in der Gegenwart.


Mit den Projekten des L3S soll dies im Semantic Web möglich werden. Das Forschungszentrum beschäftigt sich vor allem mit verteilten Peer-to-Peer Informationsstrukturen (unmittelbarer Datenverkehr zwischen Nutzergruppen), mit der Personalisierung der Informationsbereitstellung und mit Sicherheitsmechanismen, die in solchen Netzen notwendig sind. Dadurch wird es möglich, eine Vielzahl von Datenquellen dynamisch zu vernetzen und mit Web Service Schnittstellen und entsprechende Suchmechanismen standardisiert verfügbar zu machen. Auswahl und Präsentation der in diesen Netzen verfügbaren Daten können an Benutzer und Benutzergruppen angepasst werden, personalisierte Links sorgen für maßgeschneiderte Informationen und Hinweise.

Für alle an diesen Themen Interessierte wird das L3S gemeinsam mit seinen Partnern ein umfassendes Portal aufbauen. Die Netzwerkpartner werden unter Nutzung der EducaNext Brokerage Plattform eine Vielzahl von Kursen, Lehrmaterialien und Best Practice Beispielen unter maßgeschneiderten Lizenzen bereitstellen und vertreiben.

Dr. Stefanie Beier | Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de
http://www.l3s.de

Weitere Berichte zu: L3S Semantic Wide World

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Forschungsprojekt: Zukünftige Fahrzeugtechnologien im Open Region Lab – ZuFOR
30.03.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Schnelle Time-to-Market durch standardisierte Datacenter-Container
28.03.2017 | Rittal GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE