Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Flexible, automatisierte Sichtprüfung im Paket

30.05.2001


Sortieren, Vereinzeln, Lagekontrolle, automatisierte Sichtprüfung oder maßliche Prüfung - Bildverarbeitungsverfahren spielen bei all diesen Aufgaben eine immer wichtigere Rolle. Bisher handelte es sich dabei jedoch in der Regel um aufwändige Einzellösungen, die meist schon für die nächste Produktvariante nicht mehr taugten.


Im industriellen Umfeld werden Mess- und Prüfaufgaben in zunehmendem Maße mit Hilfe von Bildverarbeitungsverfahren durchgeführt. Ihre Ergebnisse sind reproduzierbar und sie ermöglichen es auch bei schnell laufenden Prozessen, alle Teile zu prüfen. Allerdings müssen für die meisten Aufgaben aufwendige Einzellösungen entwickelt werden, die schon für die nächste Produktvariante untauglich sein können. Dem Trend zu immer flexibleren Produktionsanlagen können diese Lösungen nur schwer folgen. Ein Bildverarbeitungspaket, das auch mit häufigen Modellwechseln Schritt hält, haben Matthias Recknagel und sein Team am Fraunhofer IPA entwickelt. Zahlreiche optische Prüfaufgaben lassen sich mit ihm schnell und einfach lösen. »Wir haben den Funktionsumfang der Software so gewählt, dass der Anwender des Pakets nach Auswahl von Kamera, Objektiv und Beleuchtung für eine große Vielfalt von Werkstücken maßgeschneiderte Lösungen für die verschiedensten Aufgabenstellungen realisieren kann«, betont Recknagel. Auch ohne umfangreiches Hintergrundwissen kann der Benutzer mit diesem Werkzeug Prüfprogramme erzeugen und anpassen.

Im Einlernmodus trägt der Anwender die auszuführenden Messungen direkt in eine Aufnahme des Musterteils ein und versieht sie mit Sollwerten und Toleranzen. Lageabweichungen während des Messablaufs gleichen frei definierbare Teilekoordinatensysteme aus. Mit diesen Einstellungen können nun im Automatikmodus eine große Zahl von Werkstücken in schneller Folge ausgeführt werden. Ein externer Trigger startet die Bildaufnahme und die Auswertung. Der erste Schritt im Ablauf einer Messung ist eine automatische Lageerkennung, die Abweichungen von Lage und Orientierung bei den nachfolgenden Messungen ausgleicht. Alle Ergebnisse der Einzelmessungen werden in einem Messprotokoll gespeichert. Ein Digitalausgang gibt das Gesamtergebnis als Gut/Schlecht-Entscheidung aus. Die Software kann einfach an spezifische Bedürfnisse angepasst und erweitert werden und ist durch ihre Flexibilität für eine Vielzahl von Einsatzgebieten geeignet: für Sortieraufgaben, Vereinzelung und Lagekontrolle ebenso wie für die automatisierte Sichtprüfung oder die maßliche Prüfung.


Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dr.-Ing. Wolfgang Rauh, Telefon: 0711/970-1825, Telefax: 0711/970-1004, E-Mail: wor@ipa.fhg.de
Dipl.-Ing. Matthias Recknagel, Telefon: 0711/970-1875, Telefax: 0711/970-1004, E-Mail: mhr@ipa.fhg.de

Dipl.-Ing. Michaela Neuner | idw

Weitere Berichte zu: Einzellösung Produktvariante Sichtprüfung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein Terabit pro Sekunde – Neuer Modulationsansatz zur schnelleren optischen Übertragung von Daten
16.09.2016 | Technische Universität München

nachricht Simulation von Personenströmen erhöht Sicherheit bei Großveranstaltungen
13.09.2016 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen der Freien Universität Berlin ein neues Molekül entdeckt: Die Eisenverbindung in der seltenen Oxidationsstufe +4 gehört zu den Ferrocenen und ist äußerst schwierig zu synthetisieren.

Metallocene werden umgangssprachlich auch als Sandwichverbindungen bezeichnet. Sie bestehen aus zwei organischen ringförmigen Verbindungen, den...

Im Focus: Neue Entwicklungen in der Asphären-Messtechnik

Kompetenzzentrum Ultrapräzise Oberflächenbearbeitung (CC UPOB) lädt zum Expertentreffen im März 2017 ein

Ob in Weltraumteleskopen, deren Optiken trotz großer Abmessungen nanometergenau gefertigt sein müssen, in Handykameras oder in Endoskopen − Asphären kommen in...

Im Focus: Mit OLED Mikrodisplays in Datenbrillen zur verbesserten Mensch-Maschine-Interaktion

Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP arbeitet seit Jahren an verschiedenen Entwicklungen zu OLED-Mikrodisplays, die auf organischen Halbleitern basieren. Durch die Integration einer Bildsensorfunktion direkt im Mikrodisplay, lässt sich u.a. die Augenbewegung in Datenbrillen aufnehmen und zur Steuerung von Display-Inhalten nutzen. Das verbesserte Konzept wird erstmals auf der Augmented World Expo Europe (AWE), vom 18. – 19. Oktober 2016, in Berlin, Stand B25 vorgestellt.

„Augmented Reality“ (erweiterte Realität) und „Wearable Displays“ (tragbare Displays) sind Schlagworte, denen man mittlerweile fast täglich begegnet. Beide...

Im Focus: OLED microdisplays in data glasses for improved human-machine interaction

The Fraunhofer Institute for Organic Electronics, Electron Beam and Plasma Technology FEP has been developing various applications for OLED microdisplays based on organic semiconductors. By integrating the capabilities of an image sensor directly into the microdisplay, eye movements can be recorded by the smart glasses and utilized for guidance and control functions, as one example. The new design will be debuted at Augmented World Expo Europe (AWE) in Berlin at Booth B25, October 18th – 19th.

“Augmented-reality” and “wearables” have become terms we encounter almost daily. Both can make daily life a little simpler and provide valuable assistance for...

Im Focus: Künstliche Intelligenz ermöglicht die Entdeckung neuer Materialien

Mit Methoden der künstlichen Intelligenz haben Chemiker der Universität Basel die Eigenschaften von rund 2 Millionen Kristallen berechnet, die aus vier verschiedenen chemischen Elementen zusammengesetzt sind. Dabei konnten die Forscher 90 bisher unbekannte Kristalle identifizieren, die thermodynamisch stabil sind und als neuartige Werkstoffe in Betracht kommen. Das berichten sie in der Fachzeitschrift «Physical Review Letters».

Elpasolith ist ein glasiges, transparentes, glänzendes und weiches Mineral mit kubischer Kristallstruktur. Erstmals entdeckt im El Paso County (USA), kann man...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einsteins Geburtsstadt wird für eine Woche Hauptstadt der Physik

23.09.2016 | Veranstaltungen

Industrie und Wissenschaft diskutieren künftigen Mobilfunk-Standard 5G auf Tagung in Kassel

23.09.2016 | Veranstaltungen

Fachgespräch Feste Biomasse diskutiert Fragen zum Thema "Qualitätshackschnitzel"

23.09.2016 | Veranstaltungen

 
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Korallenthermometer muss neu justiert werden

23.09.2016 | Biowissenschaften Chemie

Doppel-Infektion macht Erreger aggressiver

23.09.2016 | Biowissenschaften Chemie

Synthese-chemischer Meilenstein: Neues Ferrocenium-Molekül entdeckt

23.09.2016 | Biowissenschaften Chemie