Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering führt nationale Software-Initiative an

09.05.2001


... mehr zu:
»BMBF »Kompetenzzentrum »Werkzeug
Unter Federführung des Fraunhofer-Institutes für Experimentelles Software Engineering (IESE) wird bis Ende 2003 ein Virtuelles Software Engineering Kompetenzzentrum (Visek) aufgebaut. Zu den Partnern des vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit Budgetmitteln in Höhe von 12 Millionen Mark geförderten Forschungsvorhabens gehören die Fraunhofer-Schwesterinstitute IITB in Karlsruhe und ISST in Berlin und Dortmund, die GMD Forschungseinrichtungen FIRST in Berlin und FIT in Sankt Augustin sowie die TU München.

Ziel des Projektes ist es, den etwa 20.000 softwareentwickelnden Unternehmen in Deutschland den schnellen und unbürokratischen Zugriff auf die neuesten und für sie am besten geeigneten Methoden und Werkzeuge für professionelle Softwareentwicklung zu ermöglichen. Dazu werden existierende Methoden und Werkzeuge umfassend beschrieben, existierende Erfahrungen mit ihrem praktischen Einsatz erfasst sowie weitere notwendige empirische Untersuchungen durchgeführt. Im Ergebnis werden über ein nationales "Repository" im Stile eines Ingenieurhandbuchs innovative Methoden und Werkzeuge einschließlich Wirkung und Einsatzbereiche potentiellen industriellen Nutzern angeboten.

Zu den wesentlichen Angeboten an die Industrie gehören Unterstützung bei der Auswahl als auch der notwendige Wissenstransfer beim Einsatz dieser Methoden und Werkzeuge. Die Auswahl erfolgt automatisch über ein Internetportal und wird darüber hinaus ergänzend unterstützt durch Beratungsleistungen der angeschlossenen Transferzentren. "Das Portal ist das A und O für die breite Außendarstellung und die Akzeptanz in Industrie und Forschung", mit diesen Worten kommentiert Dr. Oliver Laitenberger, Visek-Projektleiter am IESE, einen Forschungsschwerpunkt des Projekts. Neben einem umfangreichen, für Deutschland bisher einmaligen Pool an Fachwissen entsteht als Ergebnis von Visek auch ein Expertennetzwerk, das für Forschung und Industrie als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Während und nach Ablauf des Visek-Projektes wird eine Erweiterung des Virtuellen Kompetenzzentrums um zusätzliche reale Kompetenzzentren sowie um professionelle Consulting-Dienstleistungen für klein- und mittelständische Unternehmen angestrebt.

Im Rahmen des ViSEK-Projekts fördert das BMBF die zum Aufbau dieses Fachwissens notwendigen Forschungsmaßnahmen. Dazu gehören die empirischen Bewertungen von Methoden und Werkzeugen zu den Themen Qualitätssicherung, Produktlinienentwicklung von Software, empirische Verfahren, Benutzerschnittstellen, (semi-)formale Methoden und Systemtheorie für die Anwendungsbereiche "Kritische Ingenieurssysteme" und "E-Business-Systeme". Industrielle Pilotierungsprojekte ergänzen die Forschungsarbeiten.

Das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) hat bereits in der im Dezember 2000 vorgelegten Studie "Analyse und Evaluation der Softwareentwicklung in Deutschland", die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBF) durchgeführt wurde, auf die hohe und weiter dynamisch steigende Wertschöpfung durch Software in allen Branchen hingewiesen. Als Antwort auf den hieraus resultierenden Bedarf an innovativen und ingenieurmäßigen Softwareentwicklungsmethoden und -prozessen forderte die Studie, Software-Know-How in einem virtuellen Kompetenzzentrum zu bündeln.

"Wir sehen uns in unserer Forschung bestätigt und betrachten das Visek-Projekt als ganz besondere Herausforderung", so Rombach. "Die durch Visek zu erreichende Bündelung des vorhandenen Wissens ist bislang beispiellos und stellt eine neue Qualität in der Forschungslandschaft des Software Engineering in Deutschland dar. Diese Innovationsoffensive kann allenfalls mit dem PITAC-Programm, der nationalen IT-Initiative in den USA, verglichen werden", hebt Rombach nicht ohne Stolz hervor.
Im Rahmen des Visek-Projektes ist deshalb auch eine enge internationale Kooperation mit vergleichbaren Projekten in Europa und den USA geplant. Die europäische Kooperation wird über das vom IESE ebenfalls geleitete europäische ’Network of Excellence’ ESERNET koordiniert. In ESERNET tauschen sich zur Zeit 31 Partner aus Forschung und Industrie zu Fragen innovativer Softwareentwicklungstechnologien permanent aus. Ein wichtiges Bindeglied für die transatlantischen Kooperationen ist das Fraunhofer-Schwesterinstitut des IESE an der University of Maryland.

Von dem ViSEK-Projekt erwartet Rombach die Erschließung von Synergien in Forschung und Industrie. "Die deutsche Forschungslandschaft im Bereich Software Engineering, obwohl gut entwickelt, besteht aus mehr oder weniger fragmentierten Einheiten. Synergiepotenziale werden selten genutzt. Neue Entwicklungen besitzen daher oft nur lokale Relevanz und stehen einem großen Teil der Wirtschaft nicht zur Verfügung. Gerade die Vernetzung von Forschungskompetenz jedoch gewinnt im globalen Forschungsmarkt zunehmend an Gewicht und muss deutlich verbessert werden", fordert Rombach.

Ansprechpartner:
Petra Steffens
Fraunhofer IESE
Sauerwiesen 6
67661 Kaiserslautern
Fon: 06301-707 160
Fax: 06301-707 200
E-Mail: steffens@iese.fhg.de
Internet: www.iese.fhg.de

 Petra Steffens | idw

Weitere Berichte zu: BMBF Kompetenzzentrum Werkzeug

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder
19.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS

nachricht Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab
18.01.2018 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics