Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Optische Knoten in Datennetzen

03.05.2001


Fast eine halbe Million Mikrospiegel trägt dieses

mechatronische Bauteil, das seit längerem für

Videoprojektionen eingesetzt wird. In einem neuen Messgerät

tasten feine Lichtstrahlen Oberflächen berührungslos ab. 

©Fraunhofer

IPT


... mehr zu:
»Datenpaket »Glasfaser »ISIT »Optisch »Silizium
Durch Glasfaserleitungen rasen Datenpakete um den Globus, doch an den Knotenpunkten wird es eng. Deutlich schneller als Elektronik vermitteln optische Schalter den Informationsstrom. Solche winzigen Spiegel mit neuen
Eigenschaften sind auf der »Sensor« in Nürnberg (8.-10. Mai) zu sehen.

Die Dame vom Amt ist schon lange tot. Seither wurden Telefongespräche von elektrischen Relais und dann elektronisch geschaltet und vermittelt. Mit neuen Technologien wie der Glasfaserübertragung rasen immer dickere Datenpakete immer schneller um den Globus. Doch die langsamen Schaltstellen sind geblieben: Optische Signale werden in elektrische umgewandelt, geschaltet und gehen in der nächsten Glasfaser als Lichtwellen wieder auf die Reise. Erheblich beschleunigt wird der Datentransfer, wenn in diesen Vermittlungsstellen direkt optisch geschaltet wird. Ein Weg sind kleinste bewegliche Spiegel und vorwiegend in den USA arbeiten viele Unternehmen fieberhaft an derartigen optischen Cross-Connects. Mit seinen Mikrosystemlösungen steigt auch das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT in diesen Markt ein.

»Präzision und Art der Fertigung entscheiden maßgeblich darüber, wie verlässlich optische Schalter arbeiten«, betont Ulrich Hofmann vom ISIT. »Sie müssen sich vorstellen, eine solche optische Schaltermatrix besteht aus hunderten bis tausenden von Spiegeln mit Kantenlängen von etwa einem Millimeter. Und jeder einzelne soll seinen Laserstrahl variabel aber sehr präzise in eine bestimmte Glasfaser reflektieren.« Neben Fragen der elektronischen Ansteuerung der Spiegelchen bearbeiten die Fraunhofer-Forscher deren Design und Herstellungsprozesse. Sie erzeugen polierte Siliziumspiegel, die 50 Mikrometer »dick« und dadurch sehr stabil und eben sind. Federaufhängung und Ansteuerung sind so ausgelegt, dass die Spiegel um zwei Achsen gekippt werden können. Auch das Material der Aufhängung ist wichtig, wie Hofmann erklärt: »Andere Hersteller arbeiten die dünnen Fäden aus dem Silizium heraus. Wir hingegen bringen sie nachträglich aus Metall auf. Nickel ist weniger spröde und daher deutlich belastbarer als Silizium.«

Abbrechen soll auch nicht der Datenstrom, den die Mikrospiegel vermitteln. Den Wissenschaftlern dient als Schaltstelle für ihre Technologien vom 8. bis 10. Mai die Messe »Sensor« in Nürnberg. In Halle 1 am Stand 148 vermitteln sie nicht nur Interessenten aus der Telekommunikation ihre mikrosystemtechnischen Lösungen.

Ansprechpartner:
Ulrich Hofmann
Telefon: 0 48 21/17-45 29, Fax: 0 48 21/17-42 51, hofmann@isit.fhg.de

Dr. Bernd Wagner
Telefon: 0 48 21/17-42 23, wagner@isit.fhg.de

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

 Dr. Johannes Ehrlenspiel |

Weitere Berichte zu: Datenpaket Glasfaser ISIT Optisch Silizium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Ein stabiles magnetisches Bit aus drei Atomen
21.09.2017 | Sonderforschungsbereich 668

nachricht Drohnen sehen auch im Dunkeln
20.09.2017 | Universität Zürich

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie