Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     Siemens  n-tv 
Datenbankrecherche:

Fachgebiet (optional):

 

Mehr Sicherheit für Chipkarten

16.09.2003

Anzeige


Zur Steigerung der Sicherheit von Chipkarten hat eine Forschungsgruppe der Universität Cambridge den gesamten Prozess der Chipentwicklung noch einmal überarbeitet und neue Designkriterien aufgestellt, die die Karten gegenüber einer beträchtlichen Zahl von neuen Techniken zur versuchten Datenmanipulationen sicherer machen sollen.


...mehr zu:
Aspekt Chipkarte Designkriterien Prozess

Die Sicherheit von sensiblen persönlichen Daten, die auf unterschiedlichen elektronischen Medien gespeichert sind, ist ein extrem wichtiger Aspekt - gerade heute, da elektronische Transaktionen zu wirtschaftlichen, persönlichen, politischen und vielen anderen Zwecken getätigt werden. Das Design und die Auswertung elektronischer Geräte ist zwar ein Zeit und Geld raubender Prozess, kann aber dennoch nicht in vollem Umfang die Sicherheit eines Systems garantieren, da bei diesem Prozess Fehler und Auslassungen nicht auszuschließen sind. Zudem werden ständig neue Techniken und Verfahren entwickelt, die die Unversehrtheit eines Systems bedrohen, aber auch verbessern können.

In diesem Projekt ging es um die Entwicklung neuer Techniken zur Verbesserung der Sicherheit von Chipkarten sowie um die Bewertung der Wirksamkeit dieser Techniken. Dem Projekt lag die Erkenntnis zugrunde, dass die Sicherheit ein Aspekt ist, der vor allem während der Designphase und weniger in der Evaluierungsphase, die sich an die Fertigung anschließt, berücksichtigt werden sollte. Zur Untersuchung der dafür maßgeblichen Parameter entwickelten die Projektmitarbeiter einen neuen Chip für Chipkarten, wobei sie alle Entwicklungsphasen unter dem Aspekt der Sicherheit unter die Lupe nahmen.

Die genaue Betrachtung aller dieser Schritte förderte einige wahrhaft beeindruckende Erkenntnisse zutage. Es stellte sich nämlich heraus, dass wertvolle Entwicklungszeit verloren geht, weil bestimmte Seiten allzu genau betrachtet werden, während andere ganz außer acht gelassen werden. Außerdem entwickelte eine unabhängige Gruppe neue Angriffstechniken, die durch elektromagnetische Strahlung oder die Injektion von Fehlern in die laufenden Prozessoren Datenverluste verursachen können.

Der Gesamtansatz deckte verschiedene neue Sicherheitsaspekte für Chipkarten auf und führte zur Aufstellung neuer Designkriterien. Diese Ergebnisse werden einen wichtigen Beitrag zu den Bemühungen liefern, auf zeit- und kosteneffektive Weise besser abgesicherte Systeme zu entwickeln.

Kontakt:

Dr. Simon Moore
University of Cambridge
Computer Laboratory
JJ Thomson Avenue
CB30FD Cambridge, United Kingdom
Tel: +44-1223-334657
Fax: +44-1223-334678
Email: simon.moore@cl.cam.ac.uk

Dr. Simon Moore | Quelle: Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen: www.cl.cam.ac.uk/users/swm11

Weitere Berichte zu: Aspekt Chipkarte Designkriterien Prozess

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Garantierte Zuverlässigkeit für Embedded Software
09.02.2012 | Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK

nachricht Satellite telephony is unsafe: RUB scientists break security standards
08.02.2012 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>


Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler machen Eisen durchsichtig


Erstmals gezeigt, dass Atomkerne transparent werden

Einem Team von DESY-Wissenschaftlern um Dr. Ralf Röhlsberger gelang es an der hochbrillanten Synchrotronlichtquelle PETRA III, Atomkerne mit Hilfe von Röntgenlicht transparent zu machen. Sie entdeckten dabei gleichzeitig ein neues Prinzip, um einen optisch gesteuerten Schalter für Licht herzustellen, also Licht mit Licht zu beeinflussen, ein wichtiger Baustein auf dem ...

Im Focus: Anti-Angst-Hormon Oxytocin wird gezielt an seine Wirkorte im Gehirn transportiert


Wissenschaftler beobachten, wie Oxytocin zentrale Schaltstellen im Gehirn erreicht und das Verhalten beeinflusst

Kuschelhormon, Treuehormon, Angstlöser – häufig gebrauchte Schlagwörter für das Neuropeptid Oxytocin, das sich in den letzten Jahren als ein Stoff erwiesen hat, der unser Verhalten in zentralen Regionen des Gehirns positiv beeinflussen kann. Was jedoch bisher völlig unklar war: Wie gelangt dieser Botenstoff aus dem Hypothalamus in die Hirnbereiche, die ...

Im Focus: Datenspeicher mit Lachs-DNA und Nano-Silber


Ein neuartiger Biopolymer-Film aus Lachs-DNA mit Silber-Nanopartikeln speichert Informationen kostengünstig und umweltverträglich.

Entstanden ist das organische System in fächer- und länderübergreifender Zusammenarbeit von Wissenschaftlern des DFG-Centers for Functional Nanostructures (CFN) am KIT und des Institute of Photonics Technologies an der National Tsing Hua University in Taiwan. Der DNA-Datenspeicher eignet sich unter anderem für biotechnische Anwendungen, etwa als Bauteil in Biosensoren.

Das System ...

Im Focus: VLT liefert detailreichstes Infrarotbild des Carinanebels


Bildveröffentlichung der Europäischen Südsternwarte (Garching) - Mit dem Very Large Telescope (VLT) der ESO haben das bislang detailreichste Infrarotbild der Sternkinderstube des Carinanebels aufgenommen. Es zeigt vor dem spektakulären Hintergrund einer himmlischen Landschaft auf Gas, Staub und jungen Sterne zahlreiche nie gesehene Details und zählt zu den atemberaubendsten VLT-Bildern überhaupt.

Im Herzen der südlichen Milchstraße, im Sternbild Carina (Der Schiffskiel, [1]), befindet sich in einer Entfernung von etwa 7500 Lichtjahren die Sternkinderstube des Carinanebels. Diese ausgedehnte Wolke aus leuchtendem Gas und Staub ist von der Erde aus gesehen eine der nächstgelegenen Geburtsstätten massereicher Sterne.

Der Nebel beinhaltet einige der hellsten und ...

Im Focus: Automatisch Lücken im Funkspektrum erkennen


Auf der embedded world identifizieren Wissenschaftler der Fraunhofer ESK Lücken im Funkspektrum, um diese für zusätzliche Übertragungen zu nutzen.

Der in Halle 5, Stand 5-228, vorgestellte Prototyp zeigt das Funkspektrum in einem 3D-Spektrogramm, markiert die prognostizierten Lücken und prüft deren Eintreffen. Diese Methode, Cognitive Radio, verbessert die Übertragungsqualität in einem bereits vollen Funkspektrum ohne aufwändiges, statisches Koexistenzmanagement. Ziel ist eine höhere Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit von Funk für die Automatisierung.
...

Alle Focus-News des innovations-reports >>>

Anzeige

B2B Suche
Produkt / Dienstleistung
Firma / Organisation

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Aktuell

Kaltwasserkorallen als Anpassungskünstler?

09.02.2012 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung

09.02.2012 | Studien Analysen

Ocean warming causes elephant seals to dive deeper

09.02.2012 | Biowissenschaften Chemie

VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Veranstaltungen

7. Mannheimer Arbeitsrechtstag am 14. März mit Experten aus Theorie und Praxis

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

International Forum on Terahertz Spectroscopy and Imaging

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

Teams aus neun Ländern treffen sich an der Leibniz Universität zum 6th Hanover PreMoot

09.02.2012 | Veranstaltungsnachrichten

FindAndHelp