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Konferenzraum mit "unsichtbarer Akustik"

12.11.2002


"unsichtbare" Flächenmembran-Lautsprecher


Der neue Pressekonferenzraum im Terminal 2 des Münchner Flughafens hat eine besonders raffinierte Ausstattung: Siemens installierte in dem jetzt eröffneten Raum unsichtbare Lautsprecher.


Dabei handelt es sich um Flächenmembran-Lautsprecher, bei denen der Schall mittels elektromagnetischer Schwingspulen erzeugt und über die plane Fläche abgestrahlt wird. Das Klangverhalten dieses Siesonic-Systems ist natürlicher als die üblichen Punktlautsprecher. Es klingt transparent, luftig und ermöglicht eine gute Ortbarkeit. Vor allem bei klassischer Musik entsteht eine völlig neuartige Räumlichkeit - wie wenn man durch große Fenster in einen Konzertsaal hineinhört.

Drei Lautsprecher sind hinter dem Podium des mit rund 100 Sitzplätzen ausgestatteten Raums, zwei weitere in der rückwärtigen Wand und vier in den Deckenelementen untergebracht. Die Frequenz reicht von 50 Hertz bis 20 Kilohertz. Selbst bei voller Beschallung haben die Flächen nur eine maximale Auslenkung von etwa einem halben Millimeter; die Hände spüren lediglich ein leichtes Vibrieren. Mit einem im Podium untergebrachten Tieftöner entsteht ein Zehn-Kanal-Soundsystem, das auf Wunsch auch Rockkonzertatmosphäre herbeizaubern kann. Die Flächenlautsprecher, die jeweils eine Wandfläche von 60 mal 200 Zentimetern belegen, sind mit dem digitalen Klangfeldprozessorsystem Siesonic Professional verbunden, das den Klang optimal an die Flächen und die bestehenden Raumverhältnisse anpasst. Ein weiterer Vorteil der Flächenlautsprecher besteht darin, dass sie keine Rückkopplungen zulassen. Das bekannte Pfeifen entsteht immer dann, wenn der Sprechende mit seinem Mikrophon konventionellen Lautsprechern zu nahe kommt.


Gesteuert werden Toneffekte und Licht von einem in der Seitenwand eingelassenen Bildschirm aus, der mit einfachen Tastendrücken bedient werden kann. Der Nutzer wählt eines der gespeicherten Szenarien, etwa Rede, Konferenz oder Videopräsentation, und die Deckenstrahler, die Verdunkelung, die Zuspielgeräte sowie die Mikrofone werden darauf eingestellt. Dieses Medien-System Siemos funktioniert auch über ein tragbares Touch-Panel SimPAD, das per Funkverbindung an die Leitzentrale angeschlossen ist.

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens NewsDesk
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/newsdesk
http://www.siemens.de/pof

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