Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Agentenbasierte Fehlersuche für die Halbleiterindustrie

11.11.2002


Fraunhofer IAO hat ein agentenbasiertes "Corrective Action Framework" entwickelt. Das Framework kann in beliebige IT-Landschaften eingebunden werden und diagnostiziert zeitnah Fehler in der Produktion.



Fraunhofer IAO hat für die Halbleiterindustrie ein Framework für ein Multi-Agenten-System entwickelt. Das "Corrective Action Framework" (CAF) ist eine Art "Baukasten" mit vorgefertigten Komponenten und kann in verschiedenen IT-Landschaften zur Fehlerbehebung in der Halbleiterproduktion eingesetzt werden. Der Prototyp ist das Ergebnis des erfolgreich abgeschlossenen Verbundprojekts "Overall Equipment Efficiency" (OEE), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde.



Die Agenten tauschen dabei über ein so genanntes Blackboard, eine gemeinsame Kommunikationsplattform, Informationen aus, um die Beseitigung von Ausnahmesituationen in der Produktion zu koordinieren. Basierend auf dem CAF wurden agentenbasierte Module zur Integration von Drittsystemen, zur Benutzerinteraktion und zur Ableitung von Maßnahmeplänen implementiert.

Da jederzeit weitere Endgeräte und Drittsysteme in das CAF integriert werden können, wird ein neuer Grad der Systemintegration im Produktionsumfeld erreicht. Die Schnittstellen des Systems sind dabei klar definiert und bauen auf offenen Java-Standards auf. Die Einbindung kann daher mit minimalem Aufwand erfolgen.

Am Projekt sind die Halbleiterfirmen Atmel, Bosch, Elmos, Philips-SMST, X-Fab und ZMD beteiligt. Als Softwarepartner bringen die Unternehmen Camline und TIP ihr Know-how ein. Bei drei der Projektpartner existiert mittlerweile eine in die jeweilige IT-Landschaft integrierte Referenzimplementierung. Der bisherige Testbetrieb hat zu vielversprechenden Ergebnissen geführt.

Das Framework kann zur Realisierung von weiteren agentenbasierten Anwendungen auf sehr einfache Weise genutzt werden. Durch sein generisches Konzept und seine offene Architektur ist das Framework nicht nur für die Halbleiterindustrie interessant, sondern auch für Unternehmen anderer Branchen, in denen es zu kritischen Fertigungssituationen kommen kann.

Ansprechpartner:

Fraunhofer IAO
Doris Janssen, Peter Thies
Nobelstraße 12, 70569 Stuttgart
Telefon +49 (0) 7 11/9 70-23 46, -2347
Telefax +49 (0) 7 11/9 70-23 00
E-Mail: Doris Janssen
Peter Thies

Dipl.Ing. (FH) Juliane Kumm | idw
Weitere Informationen:
http://www.swt.iao.fhg.de/projekte/oee.html
http://www.oee.de

Weitere Berichte zu: CAF Framework Halbleiterindustrie IT-Landschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelles und umweltschonendes Laserstrukturieren von Werkzeugen zur Folienherstellung

Kosteneffizienz und hohe Produktivität ohne dabei die Umwelt zu belasten: Im EU-Projekt »PoLaRoll« entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen gemeinsam mit dem Oberhausener Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik UMSICHT und sechs Industriepartnern ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung in einem Rolle-zu-Rolle-Verfahren. Ziel ist es, mit Hilfe dieses Systems eine siebartige Metallfolie als Demonstrator zu fertigen, die zum Sonnenschutz von Glasfassaden verwendet wird: Durch ihre besondere Geometrie wird die Sonneneinstrahlung reduziert, woraus sich ein verminderter Energieaufwand für Kühlung und Belüftung ergibt.

Das Fraunhofer IPT ist im Projekt »PoLaRoll« für die Prozessentwicklung der Laserstrukturierung sowie für die Mess- und Systemtechnik zuständig. Von den...

Im Focus: Das Auto lernt vorauszudenken

Ein neues Christian Doppler Labor an der TU Wien beschäftigt sich mit der Regelung und Überwachung von Antriebssystemen – mit Unterstützung des Wissenschaftsministeriums und von AVL List.

Wer ein Auto fährt, trifft ständig Entscheidungen: Man gibt Gas, bremst und dreht am Lenkrad. Doch zusätzlich muss auch das Fahrzeug selbst ununterbrochen...

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Marine Pilze – hervorragende Quellen für neue marine Wirkstoffe?

28.06.2017 | Veranstaltungen

Willkommen an Bord!

28.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Designte Proteine gegen Muskelschwund

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Benzin und Chemikalien aus Pflanzenresten

29.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hochleitfähige Folien ermöglichen großflächige OLED-Beleuchtung

29.06.2017 | Energie und Elektrotechnik