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Zwischen Deutschland und den USA erstmals abhörsicher Telefonieren mit "BlueCrypt"

30.10.2002


DICA Technologies bietet erstmals Systeme zur abhörsicheren Telefonie zwischen Europa und USA bzw. Japan an. BlueCrypt gewährleistet Schutz vor allen Abhörsystemen.


Erstmals ist mit BlueCrypt - dem ISDN-Verschlüsselungssystem der DICA Technologies - die abhörsichere Telefonie und Faxübertragung zwischen Europa und den USA bzw. Japan möglich. Bisher waren die beiden Kontinente für ISDN zwei verschiedene Welten - die ISDN-Kennlinien sind nicht kompatibel. Dadurch war es bisher unmöglich, verschlüsselte Gespräche oder Informationen zwischen Europa und Nordamerika zu übertragen. Das DICA-System BlueCrypt verschlüsselt mit Triple-DES alle Daten in Echtzeit und übernimmt die Funktion des Länderübergangs, damit können die kodierten Signale diese Schwelle problemlos passieren. Trotz der Veröffentlichung des Echolon-Projektes - damit wird der gesamte Telefon-, Daten- und Email-Verkehr durch die USA abgehört - ist vielen Unternehmen nicht bewusst, dass Wirtschaftsspionage in großem Umfang geführt wird. Die Bundesregierung und die EU-Kommission befürworten daher die Nutzung aller verfügbaren Verschlüsselungstechnologien für Unternehmen.

DICA gelingt es mit den neuen Funktionen der BlueCrypt Produktlinie nun erstmals, eine durchgängige verschlüsselte Verbindung für alle Dienstmerkmale in und zwischen beliebigen Netzen zu erreichen. Die Geräte arbeiten vollautomatisch, sie benötigen weder eine eigene Rufnummer noch greifen sie aktiv in den D-Kanal von ISDN-Verbindungen ein. Das macht sie vollkommen unsichtbar und zu einem wirksamen Schutzschild gegen jegliche Informationspreisgabe und Attacken.


Für jede Seite einer Verbindung ist ein BlueCrypt-Gerät notwendig. Die Installation erfolgt einfach durch Anschluss zwischen vorhandene ISDN-Anschlüsse und das Telefon- bzw. Videokonferenzsystem. Ein akustisches Signal zeigt die Verschlüsselung des Gespräches an. Das mehrstufige Schlüssel-Management von BlueCrypt basiert auf Master-Key (Hauptschlüssel) und Session-Key (zeitlich befristeter Schlüssel für ein Gespräch oder eine Videokonferenz). Alle Schlüssel werden streng geheim und per Zufallsgenerator in den Geräten gebildet und dort in einem versiegelten Schlüsselspeicher abgelegt. Kein Schlüssel wird online zwischen den Geräten ausgetauscht.

Große Autokonzerne wie VW setzen BlueCrypt bereits ein. BlueCrypt wurde vor allem für Unternehmen entwickelt, die auf abhörsichere Kommunikation über den Atlantik oder nach Fernost angewiesen sind: zum Beispiel Forschungsunternehmen etwa der IT- und Pharmabranche; Anwalts- und Patentkanzleien sowie Wirtschaftsprüfer, die mit vertraulichen Daten arbeiten. So ist bekannt, dass die NSA auch Anwälte abhört, um eventuelle Schadenersatzklagen gegen US-amerikanische Unternehmen abwenden zu können.

Das Dresdner Unternehmen DICA Technologies beschäftigt zur Zeit 12 Mitarbeitern, mehrere tausend DICA-Systeme sind weltweit im Einsatz. Im April 2002 war es neu gegründet worden, nachdem die Muttergesellschaft Biodata AG Insolvenz anmeldete. Kerngeschäft ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Verschlüsselungstechnologien für Videokonferenzen, Telefonate, Fax- und Datenübertragung per ISDN. Der Vertrieb wird indirekt mit Partnern aus Deutschland, USA, Südafrika und Australien abgewickelt. Das Unternehmen selbst konzentriert seine Kapazitäten auf Forschung und Entwicklung sowie die Endproduktion in Dresden.

DICA Technologies GmbH
Dr. Norbert Wulst, Geschäftsführer
Telefon: 0351-86758-42
Telefax: 0351-86758-63
E-Mail: nwulst@dica.de

Dr. Norbert Wulst | DICA Technologies
Weitere Informationen:
http://www.dica.de

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