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Pictures of the Future - Siemens gestaltet die Zukunft

15.10.2002


In einer künftigen Digitalen Fabrik werden Produktionsstraßen, Werkzeugmaschinen und Produkte in bewegten dreidimensionalen Bildern dargestellt. Noch bevor die Fabrik anläuft, können alle Beteiligten den Prozess am Computer simulieren. Die Planung erfolgt so schneller, mit weniger Fehlern, und auch das Produkt ist rascher am Markt. Siemens-Forscher schaffen die virtuelle Umgebung, um Fabrikhallen und Maschinen sowie Endprodukte wie Handys, Züge oder Motoren darzustellen.


Um Robotern – etwa für Reinigungszwecke – ein selbstständiges Navigieren zu ermöglichen, hat Siemens ausgeklügelte Verfahren entwickelt. Die Maschinen können künftig autonom arbeiten und auch im Team zusammenwirken. Um Robotern ein gewisses Maß an Alltagsintelligenz zu verleihen, werden Netzwerke mit Millionen künstlicher Nervenzellen konstruiert, die die Funktion des Gehirns nachahmen. Sogar die Simulation und das Erkennen von Gefühlen beherrschen Versuchsroboter.


In der soeben erschienenen Ausgabe der Zeitschrift Pictures of the Future zeigt Siemens, welche Wege die Entwicklung in den Feldern "Fabrik der Zukunft", "Internet der nächsten Generation" und "Robotertechnologien" nehmen könnte

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Damit Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten, müssen sie Trends in der technischen Entwicklung sowie Veränderungen von Märkten und Kundenbedürfnissen frühzeitig erkennen. Ausgehend von Zukunftsszenarien berichtet die Zeitschrift über den heutigen Stand der Entwicklungen - sowohl bei Siemens wie im internationalen Umfeld - und es kommen Experten, Anwender und politische Entscheidungsträger zu Wort. Pictures of the Future kann über www.siemens.de/pof bestellt werden. Die beiden vorherigen Ausgaben widmeten sich unter anderen dem "digitalen Auto", der "Energieversorgung von morgen", der "Zukunft des Mobilfunks" oder dem Operationssaal im Jahr 2010.

Hier eine Zusammenfassung der Themen:


Die Fabrik der Zukunft - digital, virtuell und als "Fabrik auf dem Chip"

In einer künftigen Digitalen Fabrik werden Produktionsstraßen, Werkzeugmaschinen und Produkte in bewegten dreidimensionalen Bildern dargestellt. Noch bevor die Fabrik anläuft, können alle Beteiligten den Prozess am Computer simulieren. Die Planung erfolgt so schneller, mit weniger Fehlern, und auch das Produkt ist rascher am Markt. Siemens-Forscher schaffen die virtuelle Umgebung, um Fabrikhallen und Maschinen sowie Endprodukte wie Handys, Züge oder Motoren darzustellen. Die Automatisierungssparte arbeitet daran, dass alle Daten lückenlos im Computer verfügbar sind. Als externe Experten schildern der Projektleiter "Digitale Fabrik" bei DaimlerChrysler und Prof. Engelbert Westkämper vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung ihre Konzepte und Aktivitäten. Doch neben der Digitalen Fabrik gibt es auch noch weitere Trends der industriellen Fertigung: So werden etwa in der Chemieproduktion Fabriken auf dem Mikrochip Realität werden, und winzige "intelligente" Kunststoffetiketten werden Prozesse in Logistikketten, aber auch den Einkauf im Supermarkt revolutionieren.

Das Internet von morgen - schnell, sicher und an den Nutzer angepasst

In 15 Jahren wird das Internet all das sein, was es heute nicht ist: schnell, zuverlässig, preiswert und flexibel. Es wird so allgegenwärtig sein wie heute Strom und ähnlich kostengünstig. Dann werden übers Internet auch Sprache und Videos übertragen - technisch funktioniert dies so, dass die entsprechenden Datenpakete bevorzugt durchs Netz geschleust werden, damit der Empfänger keine zeitliche Verzögerung bemerkt. Auch werden künftig Gegenstände aller Art eine Internetadresse besitzen und direkt ansprechbar sein. Dann kann etwa aus der Ferne die Waschmaschine ein- oder die vergessene Herdplatte ausgeschaltet werden. Das Netz wird nach Inhalten strukturiert sein, wodurch die Systeme besser auf die Informationsbedürfnisse der Nutzer eingehen können. Raj Reddy, Berater des US-Präsidenten, sieht den Aufbau dieses neuen Internets als eine der wichtigsten staatlichen Infrastrukturmaßnahmen.

Die Roboter kommen - mit mehr Selbstständigkeit, Intelligenz und Gefühl

Um Robotern - etwa für Reinigungszwecke - ein selbstständiges Navigieren zu ermöglichen, hat Siemens ausgeklügelte Verfahren entwickelt. Die Maschinen können künftig autonom arbeiten und auch im Team zusammenwirken. Um Robotern ein gewisses Maß an Alltagsintelligenz zu verleihen, werden Netzwerke mit Millionen künstlicher Nervenzellen konstruiert, die die Funktion des Gehirns nachahmen. Sogar die Simulation und das Erkennen von Gefühlen beherrschen Versuchsroboter. Dies soll die Zusammenarbeit mit Menschen erleichtern. Über ihre Projekte und Zukunftsvorstellungen berichten der Roboterexperte Prof. Gerd Hirzinger (DLR) und Ray Kurzweil, einer der bekanntesten Visionäre des Computerzeitalters.

Norbert Aschenbrenner | idw
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/newsdesk

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