Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Intelligentes Drittes Auto-Kennzeichen“ schreckt vor Autodiebstahl ab

17.09.2002


Die auf dem Chip gespeicherten Daten lassen sich mit Hilfe eines Hand-Lesegeräts kontaktlos auslesen..


"iltag", das intelligente Auto-Kennzeichen mit integriertem RFID-Chip von Infineon Technologies, schreckt vor Autodiebstahl ab.


„Intelligentes Drittes Auto-Kennzeichen“ schreckt vor Autodiebstahl ab


Ein intelligentes drittes Auto-Kennzeichen mit integriertem Chip bietet mehr Abschreckung vor Auto-Diebstahl. Das neue Sicherheitsdokument "iltag" (intelligent license tag) ergänzt die bekannten Nummernschilder. Das selbstklebende Etikett auf der Innenseite der Windschutzscheibe lässt sich nur von autorisierten Personen, wie der Zulassungsbehörde und der Polizei, elektronisch beschreiben und auslesen.

Bei der Entwicklung haben die drei deutschen Unternehmen Infineon, Schreiner Prosecure und Utsch zusammengearbeitet, die in ihren Branchen zu den führenden weltweit gehören. Von Infineon stammt der RFID-Chip (Radio Frequency Identification) mit Antenne. Schreiner ProSecure integriert diesen zusammen mit einer speziellen Hologrammfolie zum intelligenten Kennzeichen. Die Erich Utsch AG entwickelt federführend das Gesamtsystem und verantwortet die internationale Vermarktung.


Der "iltag" hat etwa die Größe eines Personalausweises. Da sich beim Ablöseversuch des „iltag“ sowohl die Sicherheitsfolie als auch die Verbindung zwischen Chip und Antenne zerstören, ist er nicht auf andere Fahrzeuge übertragbar.

Der "iltag" enthält sichtbar aufgedruckte Informationen wie die Zeichenkombination des Nummernschildes. Weitere auf dem Chip gespeicherte Daten, die bis zu 1.000 Zeichen umfassen können, sind zum Beispiel Namen aller berechtigten Fahrer, Steuer- und Versicherungsnachweise und Daten des Fahrzeugscheins. Die Daten sind beim geparkten als auch beim langsam fahrenden Fahrzeug kontaktfrei auslesbar. Der Speicher selbst kann in verschiedene Bereiche unterteilt werden. Deren jeweiliger Inhalt ist über Sicherheitscodes geschützt und kann nur von berechtigten Personenkreisen eingesehen sowie per Datendirektverbindung mit den zuständigen Behörden überprüft werden.

Verschiedenste Anwendungen möglich

Allein in Deutschland wurden im Jahr 2001 über 40.000 Fahrzeuge als gestohlen gemeldet. Noch bevor der Eigentümer den Fahrzeugdiebstahl gemeldet hat, lässt sich dieser mit dem „iltag“ erkennen. Die frühzeitige Entdeckung kann mit gestohlenen Fahrzeugen verübte Straftaten verhindern. Im Gegensatz zu heute können darüber hinaus beispielsweise in Sicherheitszonen geparkte Fahrzeuge in Sekundenschnelle verlässlich überprüft werden, ohne dass deren Fahrer vor Ort sein muss.

Durch den Einsatz des „iltag“ können staatliche Zulassungsbehörden besser sicherstellen, dass Fahrzeuge vorschriftsmäßig registriert und versichert sind und die Kfz-Steuer ordnungsgemäß bezahlt wird. Auch private Unternehmen können einzelne Speicherbereiche des „iltag“ belegen und zusätzliche Dienstleistungen anbieten. So lassen sich zum Beispiel Zufahrtsberechtigungen vergeben und Parkplatzgebühren oder Kraftstoff durch auf dem Chip gespeicherte elektronische Geldeinheiten bezahlen.

Marktpotenzial

Weltweit sind heute an jedem offiziell zugelassenen Fahrzeug Kennzeichen angebracht. Im Jahr 2001 gab es einen weltweiten Fahrzeugbestand von rund einer Milliarde Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen – davon etwa 270 Millionen in Europa, 295 Millionen in Amerika und 190 Millionen in Asien/Australien. Weltweit wurden im Jahr 2001 rund 55 Millionen Neuwagen verkauft und registriert.

Katja Kleinau | News Releases

Weitere Berichte zu: Antenne Auto-Kennzeichen Autodiebstahl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Europäisches Konsortium baut effizientestes Rechenzentrum der Welt
22.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Geheime Datensammler auf dem Smartphone enttarnen
21.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

Ecology Across Borders: International conference brings together 1,500 ecologists

15.11.2017 | Event News

Road into laboratory: Users discuss biaxial fatigue-testing for car and truck wheel

15.11.2017 | Event News

#Berlin5GWeek: The right network for Industry 4.0

30.10.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Kinderanästhesie aktuell: Symposium für Ärzte und Pflegekräfte

23.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Seminar „Leichtbau im Automobil- und Maschinenbau“ im Haus der Technik Berlin am 16. - 17. Januar 2018

23.11.2017 | Seminare Workshops

Biohausbau-Unternehmen Baufritz erhält von „ Capital“ die Auszeichnung „Beste Ausbilder Deutschlands“

23.11.2017 | Unternehmensmeldung