Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Wellenlänge für die Wettervorhersage

30.08.2002


T-Systems betreibt Bodenstation für neue Satelliten

Schnellere und vor allem genauere Wettervorhersagen versprechen die neuen Satelliten von Eumetsat, der Europäischen Organisation für meteorologische Satellitenanwendungen. T-Systems hat wie bereits bei der ersten Generation die Aufbauphase der Empfangsstation projektiert und stellt den laufenden Betrieb sicher. Der erste von insgesamt drei Satelliten der Meteosat Second Generation (MSG-1) ist am Mittwoch vom Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guyana mit einer Ariane-Trägerrakete ins All gestartet.

Die neuen Satelliten liefern ein deutlich genauere Aufnahmen vom Wettergeschehen auf der Erde. Die Bilder sind schärfer und geben zwölf sichtbare und unsichtbare Wellenlängen statt bisher drei wieder. Künftig sendet das moderne System die Daten in kürzeren Zeitabständen als die heutigen Satelliten. Während bisher alle 30 Minuten ein Bild übermittelt wurde, funken die Satelliten demnächst alle 15 Minuten eine aktuelle Aufnahme zur Bodenstation im hessischen Usingen. Dies ermöglicht präzisere Vorhersagen für Wetterunbilden wie orkanartige Stürme, heftige Regenfälle, Schneefall und Nebel.

In der Bodenstation werden die Informationen aufbereitet und über ein IP-Netzwerk mit 34-Mbit-Leitungen nach Darmstadt in die Eumetsat-Zentrale weitergeleitet. Den Betrieb und die Systempflege der Bodenstation in Usingen verantwortet der Bereich Media Broadcast bei T-Systems. Die neue Generation der Meteosat-Satelliten soll für die nächsten 16 Jahre das Wettergeschehen auf der Erde aufnehmen.

Informationen aus 20.000 Wetterstationen weltweit

Neben der Kommunikation zwischen der Empfangsstation und dem Kontrollzentrum in Darmstadt betreibt die Telekom-Tochter unter anderem die speziell für meteorologische Anwendungen entwickelten Antennen und die gesamte Satellitentechnik in Usingen. Damit sorgt T-Systems für den ungestörten Empfang der Satellitenbilder und das sichere Übertragen der Daten ins Kontrollzentrum.

Ferner erfasst T-Systems die Wetterdaten von 20.000 weltweit installierten Wetterstationen und leitet sie zu Eumetsat weiter. In Usingen überwachen Satellitentechniker die Funktionen des MSG-1 und halten den Satelliten bei einem Ausfall des Steuerzentrums in Darmstadt auf der ihm zugewiesenen Umlaufbahn in rund 36.000 Kilometer Höhe. Die in Usingen empfangenen Daten werden in Darmstadt ausgewertet und wieder über die T-Systems-Bodenstation europaweit an Wetterämter und Fernsehanstalten verteilt.

T-Systems

Mit 11,9 Milliarden Euro (restated *) ist T-Systems das zweitgrößte Systemhaus Europas. Die Telekom-Tochter bündelt weltweit Know-how aus der Informationstechnologie (IT) und der Telekommunikation (TK) und schafft damit die Basis für E-Business und Konvergenzlösungen wie Software auf Mietbasis (Application Service Providing, kurz ASP), Anwendungen für die Pflege von Kundenbeziehungen (Customer Relationship Management) oder elektronische Marktplätze. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Weltweit ist T-Systems mit rund 43.500 Mitarbeitern in über 20 Ländern präsent.

* Eine Umorganisation im Konzern machte es notwendig, den testierten Jahresumsatz von 13,8 Milliarden Euro anzupassen. Künftig weist die Deutsche Telekom das Geschäft mit nationalen Carriern bei T-Com aus, den Umsatz mit internationalen Telekommunikationsanbietern bei T-Systems.

Presse- und Öffentlichkeitsarbei | ots
Weitere Informationen:
http://www.t-systems.de
http://www.t-systems.com

Weitere Berichte zu: Bodenstation Kontrollzentrum Satellit Wellenlänge

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Volle Konzentration am Steuer
25.11.2016 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Warum Reibung von der Zahl der Schichten abhängt
24.11.2016 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie