Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Keine Angst vor komplizierten Geometrien

05.08.2002


Software soll optimale Prozessketten im Werkzeug- und Formenbau generieren


Der Werkzeug- und Formenbau gilt als die hohe Kunst des Maschinenbaus, denn die Herstellung hochkomplexer Bauteile ist immer wieder eine Herausforderung an jeden Technologen. Doch bei zunehmendem Kosten- und Zeitdruck sowie drastischen Qualitätsanforderungen wird es für Unternehmen dieser Branche immer schwerer, optimale Prozessketten, insbesondere unter Nutzung neuer Fertigungstechnologien zu finden. An diesem Punkt setzt ein Forschungsvorhaben der Professur Fertigungslehre der Technischen Universität Chemnitz und der N+P Informationssysteme GmbH Meerane an. In den kommenden zwei Jahren wollen Wissenschaftler der TU und Projektingenieure sowie Softwareentwickler des sächsischen IT-Systemdienstleisters gemeinsam eine wissensbasierte Software entwickeln, mit der auf der Basis von geometrischen Informationen Prozessketten im Werkzeug- und Formenbau generiert und bewertet werden können.

Das Projektteam entwickelt dafür eine Wissensbasis, in der formenbautypischen Geometrien mögliche Fertigungsverfahren zugeordnet werden. Neue Technologien wie die 5-Achs-Simultan-Fräsbearbeitung, das laserunterstützte Fräsen und das Laserabtragen werden dabei ebenso berücksichtigt wie die konventionellen Verfahren der 3-Achs-Fräsbearbeitung und des Senkerodierens. Die Experten integrieren dieses Wissen in eine Software, welche die Verfahrensvarianten bewertet, dabei ungünstige Prozessabschnitte ausschließt und letztendlich eine wirtschaftlich und qualitativ optimale Prozesskette zur Komplettbearbeitung generiert. Dabei wird ebenfalls berücksichtigt, dass die Fertigung im Verbund mit mehreren Unternehmen erfolgen kann, was dem derzeit im Werkzeug- und Formenbau zu beobachtenden Trend der Auftragsabwicklung durch Systemlieferanten entgegenkommt. Ziel ist es, dass die Software am Ende nicht nur alle notwendigen Fertigungsunterlagen, sondern auch Kundenangebote erstellt.


Der Projektumfang von etwa 500.000 Euro wird zum Teil von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen im Rahmen des Programms "Innovationskompetenz mittelständischer Unternehmen" (PRO INNO) unterstützt. Durch das gemeinsame Innovationsprojekt werden technologische und wirtschaftliche Kompetenzen in einem zukunftsorientierten Marktsegment entwickelt und damit Synergien für die mittelständische Wirtschaft geschaffen.

Fax (03 71) 5 31 - 22 21, E-Mail: Holger.Duerr@mb2.tu-chemnitz.de , und N+P Informationssysteme GmbH, Dr. Ina Meinelt, Telefon (037 64) 40 00 - 0, Fax (037 64) 40 00 40, E-Mail: ina.meinelt@nupis.de.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | Presse Universität Chemnitz

Weitere Berichte zu: Formenbau Geometrie Prozesskette Werkzeug- und Formenbau

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise