Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Industrieweit erster Festplatten-Chip für schnellen Lesezugriff in 0,13-µm-Technik - 40 Prozent schneller als heutige Chips

24.07.2002


Infineon Technologies kündigte heute die ersten Muster eines Chips für den schnellen Festplatten-Lesezugriff an, der in 0,13-µm-Prozesstechnik gefertigt wird. Der neue Festplatten-Chip ist dafür ausgelegt, Daten mit einer Rate von 1,6 Gbit/s auch bei höchster Belastung von der Festplatte auslesen zu können. Mit dieser hohen Lesegeschwindigkeit können Hersteller von Festplatten-Laufwerken den Forderungen des Marktes nach schnellen hochkomplexen Laufwerken insbesondere für unternehmensweite Speichersysteme nachkommen.

Festplatten-Lese-Chips (Read-Channel-ICs) erfüllen eine besonders kritische Funktion, denn sie müssen die auf dem Speichermedium der Festplatte magnetisch codierte Information in digitale Daten-„Bits“ umsetzen. In dem neuen Festplatten-Chip kombiniert Infineon über vier Jahre Entwicklungserfahrung mit seinen fortschrittlichen Fertigungstechniken. Das Ergebnis ist ein Read-Channel-IC, das rund 40 Prozent höhere Datenraten als derzeit verfügbare Komponenten erreicht.

„Ende der 90er Jahre war Infineon ein bedeutender Lieferant von Halbleitern für Festplatten-Laufwerke,“ sagte Alex Stuart, Research Director Halbleiter beim Marktforschungsunternehmen IDC. „Letztes Jahr war Infineon, bedingt durch einen wesentlichen Technologie-Migrationsschritt, nicht mehr in diesem Markt präsent. Daher ist es umso beeindruckender, dass die Firma sich jetzt mit den ersten Mustern eines Read-Channel-Chips in 0,13-µm-Technologie mit Vorsprung vor der Konkurrenz zurückmeldet. Diese Ankündigung hat zwei wichtige Aspekte: einmal positioniert sich Infineon als ernsthafter Teilnehmer im System-on-Chip-Markt für die kommenden Jahre und andererseits unterstreicht Infineon sein Engagement für dieses Marktsegment.“

„Die Festplatten-Industrie mit ihren hohen Ansprüchen an führende Technologien und an eine hochvolumige Fertigung ist ein ausgezeichneter Markt für Infineon,“ sagte Adam Andersen, Vice President von Infineon Technologies Nordamerika.

„Mit dem neuen Read-Channel-IC unterstreichen wir unser Engagement für die Hersteller von Festplatten-Laufwerken, denen wir die erforderliche Technologie bereitstellen, mit der sie wiederum mit dem hohen Innovationsdruck in diesem sehr dynamischen IT-Marktsegment Schritt halten können.“

Verfügbarkeit

Die ersten Chips wurden speziell für einen strategischen Kunden entwickelt und werden derzeit in zwei Laufwerke integriert. Infineon wird allgemein verfügbare Muster des neuen Festplatten-Chips in 0,13-µm-Technologie an ausgewählte Kunden im Herbst dieses Jahres liefern. Produktionsstückszahlen stehen dann rechtzeitig zur Verfügung, um die Markteinführung neu entwickelter Laufwerke in der ersten Jahreshälfte 2003 zu unterstützen.

Reiner Schönrock | Media Relations
Weitere Informationen:
http://www.infineon.com.

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Cybersicherheit für die Bahn von morgen
24.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT

nachricht Schutz vor Angriffen dank flexibler Programmierung
22.03.2017 | FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise