Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

»Intelligente Weste« für Sportjournalisten

12.07.2002



Weltpremiere für Smart-Wear bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften. Erstmals wurden Sportjournalisten mit einem digitalen Begleiter in Form einer Weste ausgestattet - und waren so stets über alles im Bilde. Smart-Wear ist Information hautnah.


Bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften 2002, die am vergangenen Wochenende (5.-7. Juli) in Bochum-Wattenscheid stattfanden, avancierten die Sportjournalisten selbst zum Medienereignis. Etwa 35 Journalisten aus Funk, Fernsehen und Printmedien testeten erstmals Smart-Wear. Auch Ministerpräsident Wolfgang Clement und der Bochumer Oberbürgermeister Stüber probierten die »intelligente Weste« an. Dieser digitale Begleiter ist ein großer Fortschritt für die Arbeit der Journalisten, denn er macht erstmals alle individuell benötigten Informationen in elektronischer Form und ortsunabhängig nutzbar. Bei großen Sportereignissen finden parallel eine Vielzahl von Wettkämpfen, Siegerehrungen und Pressekonferenzen statt. Ständig verschieben sich Startzeiten und Interviewtermine. Wenn ein Startschuss auf den nächsten folgt, an einem Ende des Sportplatzes Hochsprung, am anderen Ende Kugelstoßen und auf der Tribüne Interviews stattfinden, ist aktuelle Information noch wichtiger als sonst, damit der Journalist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist.

In die »intelligente Weste« ist ein Endgerät integriert, das drahtlos alle aktuellen Wettkampfinformationen empfängt. Bei den Deutschen Leichtathletik Meisterschaften waren das Zeitpläne, Ergebnisse, Rekorde und ad hoc Meldungen, wie Terminverschiebungen und Pressekonferenzen. Die Informationsübertragung erfolgt per Wireless-LAN. Anschauen kann der Journalist die Informationen auf einem kleinen Handheld-Computer.


Smart-Wear ist in enger Kooperation des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik ISST mit dem KSI Klaus Steilmann Institut entstanden. Das ISST hat die Informationslogistik, das KSI die Westen entworfen, die eine optimale Integration von Informationstechnologie in die Bekleidung gewährleisten. Technikpartner waren Cisco Systems und Comcept Netzdienste, die das Wireless-LAN im Stadion in Bochum-Wattenscheid gemeinsam eingerichtet haben, sowie die Hersteller Palm und Intel für Mobile Endgeräte und Wireless-LAN Module. Die Inhalte lieferten WIGE DATA und der Sport-Informations-Dienst sid.

»Smart-Wear hat den Journalisten die benötigten Informationen schnell und unabhängig vom Aufenthaltsort geliefert. Damit waren die Teilnehmer überall auf dem Gelände gut informiert. Das begeisterte Echo der Anwender zeigt, dass Smart-Wear den Informationsbedürfnissen gerecht wird«, fasst Projektleiter Carsten Lienemann vom Fraunhofer ISST Dortmund die Erfahrungen beim ersten Härtetest der intelligenten Weste zusammen. Prof. Hartmann, Geschäftsführer des KSI ergänzt: »Smart-Wear ist Hightech-fashion. Am KSI arbeiten wir an der Symbiose von Computer und Bekleidung. Dieses Konzept hat auf den Deutschen Meisterschaften seinen Praxistest mit großem Erfolg bestanden.«

Für intelligente Kleidung eröffnen sich viele Anwendungsfelder. Nicht nur bei allen Großveranstaltungen wie Musik-Events, Messen, Museen und Kongressen. Smart-Wear ist überall dort sinnvoll, wo Information bedarfsgerecht, ortsunabhängig und leicht zugänglich verfügbar sein soll. Eine smarte Weste kann auch auf Flughäfen, Bahnhöfen oder Einkaufszentren dafür sorgen, dass wir immer im Bilde sind.

Carsten Lienemann | Presseinformation

Weitere Berichte zu: KSI Meisterschaft Smart-Wear Sportjournalist

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb
27.06.2017 | FOKUS - Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme

nachricht Überschwemmungen genau in den Blick nehmen
27.06.2017 | Technische Universität Chemnitz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie