Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Evolution des Mobilfunks

28.05.2008
Wohin geht der Mobilfunk? Mit fast drei Milliarden Nutzern weltweit ist der digitale Mobilfunk die am schnellsten wachsende Technologie überhaupt.

Erstmals werden in diesem Jahr neue Funktechnologien für eine effiziente breitbandige Übertragung verfügbar sein. Damit wird das mobile Multimedia Realität.

Anlässlich einer von der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE (ITG) organisierten Fachtagung trafen sich in Osnabrück namhafte Experten, um die neuesten Trends und Entwicklungen vorzustellen und zu diskutieren.

Im Rahmen eines Pilotprojektes will die Medienanstalt Berlin-Brandenburg der Bevölkerung im ländlichen Raum Brandenburgs ein breitbandiges Internet zur Verfügung stellen. Angaben von Projektleiter Uwe Haaß zufolge sollen auf der Basis eines auf 700 MHz adaptierten bidirektionalen WBA (wireless broadband acces) Funksystems die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen für die Nutzung des Rundfunkspektrums innerhalb des geltenden Rahmens der Rundfunkfrequenznutzung untersucht. Ziel des Feldversuches ist es unter anderem, die praktisch erreichbare Reichweite und Bandbreite bei der Verwendung einer UHF Frequenz und unter Berücksichtigung der Störbeeinflussung von DVB-T Sende- und Empfangsanlagen zu ermitteln.

... mehr zu:
»Multimedia »NGN

Nach den Angaben von Dipl.-Ing. Sebastian Wahle vom Berliner Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) werden multimediale Dienste heute durch die zunehmende Netzkonvergenz, das allgegenwärtige Internet Protokoll sowie immer leistungsfähigere Endgeräte begünstigt. Nachteilig sei, dass im Zeichen dieses Trends der Wert der eigentlichen Telekommunikationsinfrastruktur sinke. „Geld wird zunehmend mit multimedialen Inhalten verdient, während die Infrastrukturanbieter ihre Zugänge zu sinkenden Preisen anbieten müssen“, resümiert Wahle. Diese Tendenz zeichne sich ebenfalls im Mobilfunkbereich ab und werde sich in den kommenden Jahren weiter verstärken.

Multimediale Dienste sollten schnell und kostengünstig zur Marktreife entwickelt werden

„Die Antwort der Telekommunikationsindustrie auf diese Entwicklung sind die Next Generation Networks (NGNs) und das IP Multimedia Subsystem (IMS) als zentrales Sitzverwaltungssystem“, verdeutlicht der Experte. Von der Einführung des ISM verspreche man sich eine Verschmelzung von Telekommunikation und Internet und somit die Installation einer kontrollierbaren Internetdienstumgebung, die auf den verschiedenen existierenden Zugangsnetzen aufgesetzt werden könne und mit deren Hilfe ein Großteil der Umsätze bei den eigentlichen Netzbetreibern verbleiben solle. „Um dieses zu ermöglichen, sollen multimediale Dienste schnell und kostengünstig zur Marktreife entwickelt werden“, so Wahle.

Auch die mit der Einführung von Multimedia over IP in Mobilfunknetzen der 3. Generation beziehungsweise in NGN-Netzen verbundenen neuen Sicherheitsrisiken kamen anlässlich der ITG-Tagung zur Sprache. Die in Bonn ansässige Detecon International GmbH hat zu diesem Zweck gemeinsam mit dem Institut für Applied Sciences der Fachhochschule Frankfurt/M. ein neues Netzmodell und ein neues Sicherheitsmodell entwickelt, um unterschiedlichste Netz- und Provider-Szenarien beschreiben und analysieren zu können. Dabei wurden die vorgestellten Modelle für Netzszenarien und die Sicherheit in zusammen geschalteten Netzen realisiert, um trotz der hohen Komplexität strukturierte Sicherheitsbetrachtungen zu ermöglichen. Diese wurden auf zwei konkrete Netzszenarien, sowohl mit NGN und IMS beziehungsweise auf Internet-Basis, angewandt.

Rolf Froböse | Rolf Froböse
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

Weitere Berichte zu: Multimedia NGN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Plattformübergreifende Symbiose von intelligenten Objekten im »Internet of Things« (IoT)
09.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB

nachricht Von Fußgängern und Fahrzeugen: Uni Ulm und DLR sammeln gemeinsam Daten für das automatisierte Fahren
09.12.2016 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie