Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Technologie bringt größte Speicher auf kleinstem Computerraum

01.07.2002


Neuer Grafikspeicher sorgt für schnellste 3D-Anwendungen in Notebooks

Infineon Technologies hat heute in München zwei neue Produkte vorgestellt, welche die Entwicklung noch schnellerer und leistungsfähiger Computersysteme und entsprechender Anwendungen vorantreiben. Ab sofort stellt Infineon ein außergewöhnlich kleines Speichermodul mit einer Kapazität von einem GByte als Produktionsmuster für Hardware-Hersteller zur Verfügung. Durch eine neuartige Technologie benötigen die "Registered DDR333 SDRAM Dual Inline Memory Modules" rund sechzig Prozent weniger Platz auf der Hauptplatine (Mainboard) als gegenwärtig eingesetzte Speicherlösungen. Außerdem hat Infineon für professionelle Anwender und Spiele-Fans einen neuen Grafikspeicher präsentiert, der die Leistung von 3D-Applikationen wesentlich verbessert und sich durch eine geringere Leistungsaufnahme auch ideal für Notebooks eignet.

Zielmarkt High-End-Server

Der neue 1-GByte-Arbeitsspeicher vereint 36 einzelne Speicherchips mit einer Kapazität von jeweils 256 Mbit auf einem Modul. Ein handelsüblicher Arbeitsspeicher von 256 MByte besteht derzeit aus sechzehn einzelnen Chips. Bei einer Speichererweiterung um ein GByte müssen derzeit gleich vier Speicherbänke auf der Hauptplatine belegt werden. Der von Infineon eingesetzte FBGA-Standard (Fine Pitch Ball Grid Array) der JEDEC (Joint Electronic Device Engineering Council - internationale Standardisierungsorganisation der Halbleiter-Industrie) ist die technische Basis dafür, dass die einzelnen Speicherchips kleiner gestaltet werden können. Bei dieser Technik werden die Anschlüsse flächig auf der Unterseite des Chips verteilt und nicht, wie sonst üblich, nur an den Seitenrändern. Somit finden auf einem Modul wesentlich mehr Speicherchips Platz. Primäre Anwendungsgebiete für den neuen Hochleistungs-Speicher liegen vor allem im Business-Bereich, zum Beispiel bei Computern im Netzwerkbereich, den sogenannten Servern. Voraussichtlich ab 2003 kann der Gigabyte-Arbeitsspeicher in den ersten Hardware-Produkten seine Bestimmung erfüllen.

Schnellste 3D-Grafik-Anwendungen jetzt auch für unterwegs

Mit dem neuen Grafikspeicher ermöglicht Infineon vor allem mobilen Computern eine kraftvolle Verarbeitung komplexer Grafikanwendungen. Grafik-Komponenten für Notebooks können heute wegen des begrenzten Platzangebots in besonders kompakten Gehäusen sowie wegen des hohen Energieverbrauchs von Prozessoren und Speicherchips nicht zu höchster Leistung auflaufen. Der neue Grafikspeicher von Infineon mit fortschrittlicher "Double Data Rate"-Technologie (DDR) kommt mit einem Drittel weniger Energie aus und erreicht mit einer maximalen Taktfrequenz von 450 MHz eine Bandbreite von 3,6 GByte pro Sekunde. Damit ist der neue Grafikspeicher die ideale Lösung für realitätsnahe und komplexe 3D-Grafikanwendungen auch für mobile Endgeräte. Infineon hat bei der Entwicklung des Grafikspeichers neue Wege beschritten: Während sich Grafikkartenhersteller in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Beschleunigung der Grafik-Prozessoren konzentriert haben - was in immer höhere Leistungsaufnahme mündete - hat Infineon sich mit der Vergrößerung und Optimierung der Speichereinheit beschäftigt, um zusammen mit leistungsfähigen Grafik-Prozessoren eine bessere Gesamtperformance erzielen zu können.

Ralph Heinrich | Media Relations

Weitere Berichte zu: GByte Grafikspeicher Modul Speicherchip

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Informationstechnologie:

nachricht Brain-Computer-Interface: Wenn der Computer uns intuitiv versteht
18.01.2017 | Technische Universität Berlin

nachricht »Lernlabor Cybersicherheit« startet in Weiden i. d. Oberpfalz
12.01.2017 | Fraunhofer-Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Informationstechnologie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Im Focus: How gut bacteria can make us ill

HZI researchers decipher infection mechanisms of Yersinia and immune responses of the host

Yersiniae cause severe intestinal infections. Studies using Yersinia pseudotuberculosis as a model organism aim to elucidate the infection mechanisms of these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flashmob der Moleküle

19.01.2017 | Physik Astronomie

Tollwutviren zeigen Verschaltungen im gläsernen Gehirn

19.01.2017 | Medizin Gesundheit

Fraunhofer-Institute entwickeln zerstörungsfreie Qualitätsprüfung für Hybridgussbauteile

19.01.2017 | Verfahrenstechnologie