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Roboter-Spinnen erkunden feindliches Terrain

05.05.2008
Soldaten durch kleine Helfer weniger Gefahren ausgesetzt

Die US Army hat die Entwicklung von Mini-Robotern für Aufklärungszwecke in Auftrag gegeben. In Form von Spinnen und anderem Kleingetier sollen sie für Truppen feindliches oder unsicheres Terrain erkunden, sodass die Soldaten weniger direkten Gefahren ausgesetzt werden. Zwar startet das fünfjährige Projekt erst, doch könnten Prototypen noch in diesem Jahr an die Front gehen, berichtet die Daily Mail.

Geleitet wird das Forschungsprojekt vom internationalen Rüstungskonzern BAE Systems mit Hauptsitz in London. Neben BAE-Mitarbeitern werden speziell Forscher der US Army und aus dem akademischen Bereich beteiligt sein.

Im Rahmen der für das Projekt formierten Micro Autonomous Systems and Technology (MAST) Collaborative Technology Alliance werden Forscher an kleinen Robotern in Form von Spinnen, Insekten oder Schlangen arbeiten. So einzelgängerisch wie Spinnen sollen die Mini-Roboter nicht sein, hier dienen offenbar eher Insekten als Vorbild. Das Ziel sei, einen kleinen Schwarm der mikroautonomen Roboter bei Missionen zusammenarbeiten zu lassen, so Programm Manager Steve Scalera zur Daily Mail.

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Dabei könnten unterschiedliche Roboter für bestimmte Aufgaben zum Einsatz kommen, davon einige wirklich winzig, andere dagegen bis zu etwa 30 Zentimeter groß. Es bestehe die Hoffnung, auch fliegende und sich schlängelnde "Tiere" zu entwickeln. Ihre wesentliche Aufgabe wird unabhängig von der Fortbewegungsmethode die Gleiche sein. Als eine externe Sinneserweiterung für Soldaten sollen sie speziell zur Aufklärung dienen.

"Robotische Plattformen erweitern die Sinne und Reichweite eines Kämpfers. Sie stellen operative Möglichkeiten bereit, deren Erreichen ansonsten teuer, unmöglich, oder tödlich wäre", erklärt Joseph Mait, MAST Cooperative Agreement Manager des Army Research Laboratory. Insbesondere sollen die robotischen Aufklärer ihre Nutzer vor Gefahren schützen. Soldaten müssten etwa schwer zugängliche Höhlen oder Berge nicht selbst erkunden, sondern könnten dies ihren kleinen Helfern überlassen. Auch für den Einsatz im urbanen Bereich wären die Roboter von großem Wert. Gerade im Häuserkampf könnten sie beispielsweise helfen, Fallen oder Hinterhalten auszuweichen oder feindliche Verstecke aufzuspüren.

Am 38 Mio. Dollar schweren Projekt der MAST-Allianz sind neben BAE Systems dem Unternehmen zufolge insgesamt acht US-amerikanische Hochschulen beteiligt. Sie werden daran arbeiten, unter anderem die mechanischen Systeme für die Fortbewegung und deren Antrieb, die Sensorik und die Kommunikationstechnologie sowie die Navigations- und Kontrollsysteme der kleinen Roboter zu entwickeln und zu verbessern. Zwar ist das zunächst auf fünf Jahre anberaumte Projekt erst gestartet, doch zumindest die ersten krabbelnden Roboter sind offenbar schon weit gediehen. "Wir könnten sie innerhalb von sechs Monaten zu den Soldaten bringen und dann im weiteren Verlauf des Projekts weiterentwicken", so Scalera.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.dailymail.co.uk
http://www.baesystems.com

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