Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesmodellprojekt HaLT zur Reduzierung des riskanten Alkoholkonsums bei Jugendlichen erfolgreich

22.05.2007
Bätzing: „Agieren statt reagieren in der Alkoholprävention“

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der wissenschaftlichen Ergebnisse zum Bundesmodellprojekt „HaLT – Hart am LimiT“ erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing: „Die Ergebnisse zum HaLT-Projekt belegen erneut, dass riskanter Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen ein wachsendes Problem ist. Sie zeigen aber auch, dass wir nicht tatenlos zusehen müssen. Mit dem HaLT-Konzept wurde ein wirksamer Ansatz entwickelt, um mit geringem finanziellen Aufwand betroffenen Jugendlichen zu helfen und die Präventionsarbeit auf kommunaler Ebene zu stärken.“

Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung stationär behandelt wurden, stieg in Deutschland um 50 Prozent innerhalb von 5 Jahren (2000: 12.035 Fälle im Alter von 15 bis 19 Jahren; 2004: 17.931). Bei den HaLT-Projekten ist die Hälfte der Betroffenen jünger als 16 Jahre. Mädchen mit riskantem Alkoholkonsum sind häufig jünger als männliche Jugendliche. Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen hatte bei der Krankenhauseinweisung einen Blutalkoholwert von über zwei Promille. Riskanter Alkoholkonsum unter Kindern und Jugendlichen ist nicht abhängig vom sozialen Status und tritt in allen Schulformen auf.

Das Projekt „HaLT“ bietet Kindern und Jugendlichen Beratung, deren Alkoholkonsum bereits jedes Limit überschritten hat. Zudem sensibilisiert es Jugendliche mit Beratungs- und Präventionsangeboten über den riskanten Alkoholkonsum, bevor es zu spät ist. Zugleich zielt es auf Verantwortliche in der Kommune, geeignete Maßnahmen in der Alkoholprävention zu ergreifen. Seit 2003 agiert „HaLT“ an elf Standorten in neun Bundesländern, um nicht reagieren zu müssen. Präventionsvereinbarungen für den Ausschank alkoholischer Getränke an Jugendliche zwischen Festveranstaltern und Gastronomiebetreibern gehören ebenso zu den Angeboten des Konzeptes wie die Zusammenarbeit mit den Ämtern. „Das Miteinander ist der Erfolg des Projektes. Ich freue mich, dass in der derzeitigen Transferphase das Projekt großes Interesse findet. Mein Ziel ist, dass die HaLT-Idee schnell bundesweit genutzt und langfristig solide finanziert wird. Denn dort, wo nach dem HaLT-Konzept gehandelt wird, wurden stetig weniger Jugendliche mit einer schweren Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert“, so Bätzing.

| BMG News
Weitere Informationen:
http:// www.drogenbeauftragte.de
http://www.die-praevention.de
http://www.bmg.bund.de

Weitere Berichte zu: Alkoholkonsum Alkoholvergiftung Bundesmodellprojekt HaLT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise