Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ursula von der Leyen gibt Startschuss für Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser

20.11.2006
Bundesfamilienministerin: "Mehrgenerationenhäuser bieten starke Leistungen für jedes Alter"
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, hat heute den Startschuss zum bundesweiten Aktionsprogramm "Mehrgenerationenhäuser" gegeben. Bis Ende nächsten Jahres wird in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt Deutschlands ein Mehrgenerationenhaus eröffnet - 439 insgesamt. "Mehrgenerationenhäuser eröffnen Räume, die den Zusammenhalt der Generationen festigen.

Mit veränderten Familienstrukturen, schwinden selbstverständliche Begegnungen der Generationen. Die Weitergabe von Erziehungswissen und Alltagskompetenzen geht verloren, aber auch Erfahrung und Hilfe der älteren Generation für die mittlere und jüngere Generation bleiben oft ungenutzt", sagte Ursula von der Leyen bei der Auftaktveranstaltung in Salzgitter. "Mehrgenerationenhäuser erweitern den familienpolitischen Horizont auf die Generationenbeziehungen, die auch ohne verwandtschaftliche Bindungen immer wichtiger werden."

Mehrgenerationenhäuser erfüllen mehrere Kriterien: Alle vier Lebensalter müssen einbezogen werden: Kinder und Jugendliche, Erwachsene, junge Alte (über 50 Jahre) und Hochbetagte. Die Einrichtung muss den Menschen in ihrer Umgebung generationsübergreifende Angebote machen. Kinderbetreuung muss sich in dem Angebot finden. In dem Projekt arbeiten Freiwillige und Angestellte auf gleicher Augenhöhe zusammen. Ein Mehrgenerationenhaus soll sich zu einer Informations- und Dienstleistungsdrehscheibe vor Ort entwickeln und mit lokalen Wirtschaftsunternehmen kooperieren. Mehrgenerationenhäuser schaffen moderne Netze, die die Prinzipien der Großfamilie in moderne Sozialstrukturen übertragen.

"Die Gemeinschaft der Generationen, wie sie in einem Mehrgenerationenhaus stattfindet, kann und soll ein Vorbild für ganz Deutschland sein", so von der Leyen weiter. "Das Motto 'Starke Leistung für jedes Alter' ist Programm. Wir wollen das Miteinander der Generationen und die den Kreislauf des Gebens und Nehmens zwischen den Generationen im ganzen Land fördern und lebbar machen."

In einer Zeit des demografischen Wandels schafft dieses Aktionsprogramm eine Plattform für bürgerschaftliches Engagement und zeigt, dass die Generationen auch außerhalb der Familie voneinander profitieren und sich gegenseitig bereichern. "Unser Ziel ist es, Mehrgenerationenhäuser als Drehscheiben für Dienstleistungen zu etablieren, die Menschen verschiedenen Alters wirklich brauchen: Angefangen vom Wäscheservice oder Computerkurs für Internetbanking über die Leih-Oma bis hin zum Mittagstisch für Schulkinder und die Krabbelgruppe", erklärte von der Leyen.

"Mit attraktiven Angeboten für alle Lebensalter knüpfen Mehrgenerationenhäuser ein regionales Netz. Mehrgenerationenhäuser sind wie Bienenstöcke, voller Aktivität und Kommunikation. Der Honig, den sie produzieren ist gegenseitige Hilfe, die daraus entsteht, dass jeder Mensch seine Kompetenzen einbringt."

Sabine Genther, Leiterin des Mehrgenerationenhauses in Salzgitter, beschreibt das Erfolgsrezept ihres Projekts so: "Wir bieten an, was die Menschen wirklich brauchen und wir schaffen ein Umfeld, in dem sich unsere Gäste wohl fühlen. Die Fähigkeiten der Generationen und das freiwillige Engagement der Menschen brauchen oft nur einen Ort, an dem sie sich entfalten können."

Die Bundesregierung stellt für das Modellprojekt insgesamt 88 Millionen Euro bereit. Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten die 439 ausgewählten Häuser jährlich 40.000 Euro. Sie werden zudem durch eine Serviceagentur beraten und in ihren Wirkungen wissenschaftlich begleitet.

Einen Überblick über alle 59 in einer ersten Ausschreibungsphase geförderten Projekte finden Sie unter www.bmfsfj.de/mgh .

| BMFSFJ
Weitere Informationen:
http://www.bmfsfj.de

Weitere Berichte zu: Aktionsprogramm Mehrgenerationenhaus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um
26.05.2017 | Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften

nachricht Deutschland altert unterschiedlich
22.05.2017 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten