Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Allianzen für das Wohnen im Alter

09.02.2006


Forum am Institut Arbeit und Technik diskutiert Zukunftschancen für mehr Lebensqualität im Alter - Bundesprojekt in Kooperation mit FfG und Ruhr-Universität



Die eigene Wohnung und die Nachbarschaft werden für Senioren immer wichtiger. Auf "Rund-um-die-Uhr-Versorgung" im Altenheim setzen die wenigsten, 95 Prozent leben in normalen Wohnungen, 80 Prozent wollen auch bei Pflegebedürftigkeit zu Hause bleiben, zwei Drittel, das sind 1,4 Millionen ältere Pflegebedürftige, werden zu Hause versorgt. Intelligente Haustechnik und Betreuung im Wohnumfeld, soziale und telemedizinische Dienste helfen, diese Wünsche zu erfüllen. Zwischen 32 und 39 Prozent ihres Konsumbudgets gibt die ältere Generation für?s Wohnen aus, ein großer - und noch wachsender - Markt. Wie sich die Lebensqualität älterer Menschen verbessern lässt und damit gleichzeitig der Wirtschaft neue Wachstums- und Beschäftigungschancen eröffnet werden können, diskutierten jetzt Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Institut Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen.

... mehr zu:
»Allianz »IAT »Lebensqualität »Senior


Die Veranstaltung ist Teil des Projektes "Zukunftschancen durch Produkte und Dienstleistungen für mehr Lebensqualität im Alter", das vom IAT zusammen mit der Forschungsgesellschaft für Gerontologie (FfG/Dortmund) und der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt wird. Wesentliches Ziel des Projektes ist es, die Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft miteinander ins Gespräch zu bringen und neue Allianzen für das Wohnen im Alter zu bilden.

Die Diskussion auf dem Forum ergab eine Reihe von Folgerungen für die Politik, um Angebote und Projekte für das Wohnen im Alter weiter zu entwickeln und sozial ausgewogen zu steuern. So können Qualitätsstandards für das "Betreute Wohnen" Nutzern und Anbietern Orientierungshilfen geben, wie z.B. das Qualitätssiegel Betreutes Wohnen in NRW. Sinnvoll sind auch Umbau und Sanierung des älteren Wohnungsbestandes. Durch unkomplizierte technische Eingriffe lässt sich vielerorts eine barrierefreie Umgebung schaffen, wodurch auch das Handwerk im Bereich der Seniorenwirtschaft gestärkt wird. Gleichzeitig sollten Beratungsangebote flächendeckend ausgebaut und bekannt gemacht werden.

Wesentlich sind zudem neue Konzepte für die ambulante, teilstationäre und stationäre Pflege. Hierbei muss insbesondere der Wunsch der älteren Menschen nach Selbständigkeit und Selbstbestimmung beachtet werden. Bei Pilotprojekten sollte gerade unter dem Aspekt knapper Finanzmittel die gegenseitige Hilfe und Eigenverantwortung der Bevölkerung gestärkt werden. Wohn- und Betreuungsangebote sollten in die bestehenden Wohngebiete integriert werden um damit das Zusammenleben von Jung und Alt verbessern.

Aber auch neue Angebote, wie beispielsweise das intelligente "Smart-Home", sollten verstärkt am Markt platziert werden. Denn entgegen der weit verbreiteten Annahme sind ältere Menschen neuer Technik gegenüber durchaus aufgeschlossen. Diese Angebote tragen nicht nur zur Steigerung der Lebensqualität der Bevölkerung bei, sondern sind auch unter ökonomischen Aspekten sinnvoll.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass bei allen Maßnahmen das sozialpolitische Ziel nicht außer Acht geraten darf. Die Angebote müssten unter besonderer Berücksichtigung sozial schwacher Personen gestaltet werden.

Für weitere Fragen steht
Ihnen zur Verfügung:
PD Dr. Josef Hilbert
Durchwahl: 0209/1707-120

Pressereferentin
Claudia Braczko
Munscheidstraße 14
45886 Gelsenkirchen
Tel.: +49-209/1707-176
Fax: +49-209/1707-110
E-Mail: braczko@iatge.de
info@iatge.de

Claudia Braczko | idw
Weitere Informationen:
http://www.iatge.de

Weitere Berichte zu: Allianz IAT Lebensqualität Senior

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen