Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue Impulse zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

24.11.2005


Die Landesstiftung Baden-Württemberg hat einen Leitfaden "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" herausgebracht, in dem praxisorientierte Maßnahmen für eine familienfreundliche Arbeitswelt vorgestellt werden. Um möglichst passgenaue Lösungen zu finden, gibt die Broschüre Unternehmen und Kommunen praktische Handlungsrichtlinien an die Hand. Zwar bestehen bereits zahlreiche Initiativen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, doch diese sind meist wenig vernetzt. Die Studie ist aus einer Maßnahme der Familienforschung entstanden. Sie gibt Anregungen zu gemeinsamen Projekten zwischen Kommunen und Unternehmen.



Niedrige Geburtenraten zeigen, dass in vielen Fällen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch nicht selbstverständlich ist. Fehlt ein entsprechendes Betreuungsangebot für Kinder, ist häufig ein Elternteil - überwiegend die Mütter - gezwungen zu Hause zu bleiben. Dies wirkt nicht nur als Lohn- bzw. Karrierebremse, sondern bedeutet langfristig auch einen geringeren Rentenanspruch für den erziehenden Elternteil. Im Gegenzug geht den Unternehmen wichtiges Knowhow und wertvolle Erfahrungen verloren. Maßnahmen zur Umsetzung einer familienfreundlichen Arbeitswelt lohnen sich folglich für beide Seiten. Die Arbeitgeber halten zentrales Wissen in den Betrieben, die Mütter - seltener auch die Väter - leiden nicht mehr unter verminderten Rentenansprüchen durch unfreiwillige Erziehungszeiten



Möglichkeiten gibt es viele, Kinderbetreuung und Beruf familienfreundlich zu gestalten. "Jetzt gilt es damit anzufangen, familienfreundliche Angebote auch tatsächlich umzusetzen. Kommunen, Unternehmen und Beschäftigte müssen Verständnis füreinander entwickeln und ein gemeinsames Handeln anstreben", so Bettina Seibold vom Institut für Medienforschung und Urbanistik Stuttgart. Sie hat an der neuen Broschüre der Landesstiftung "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" mitgearbeitet.

Ein Ergebnis: beträchtliche Chancen verbergen sich in der potenziellen Zusammenarbeit betrieblicher und kommunaler Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Wille für eine Veränderung ist da, doch an der Umsetzung mangelt es häufig. Es ist daher zwingend notwendig, dass sowohl die Unternehmen als auch die Kommunen über die Entscheidungsgrundlage und Handlungslogik der jeweils anderen Seite Bescheid wissen. Deshalb bietet die Broschüre "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" einen praktischen Handlungsleitfaden mit zahlreichen Hintergrundinformationen, Checklisten und Fragebögen.

Der Leitfaden "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" ist aus einem Projekt der Landesstiftung Baden-Württemberg zur Familienforschung hervorgegangen. Im Rahmen des Programms wird die Fragestellung zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht. Ein Ergebnis ist die jetzt vorgelegte Broschüre. Sie soll Unternehmen und Kommunen als Praxishilfe dienen und dazu anregen, Verbesserungen in Gang zu setzen. "Wir hoffen und wünschen uns, dass dieses erste Ergebnis des Forschungsprogramms als Leitfaden gute Dienste in der Praxis leisten kann" so Dr. Andreas Weber von der Landesstiftung Baden-Württemberg.

Der Leitfaden "Familie UND Beruf - wie gestalten wir das UND?" steht zum download unter www.landesstiftung-bw.de/Publikationen bereit oder kann in gedruckter Version bei der Landesstiftung angefordert werden.

Die Landesstiftung Baden-Württemberg fördert gemeinnützige Projekte, die sie überwiegend selbst durchführt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei, neben der Forschung und Wissenschaft, in der Förderung von Bildungs- und Jugendarbeit, Kunst und Kultur, Völkerverständigung und Sport. Die Landesstiftung Baden-Württemberg ist die einzige bedeutende Stiftung, die in dieser Themenbreite dauerhaft, unparteiisch und ausschließlich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert und damit in die seiner Bürgerinnen und Bürger.

Iris Berghold M.A. | idw
Weitere Informationen:
http://www.landesstiftung-bw.de/Publikationen

Weitere Berichte zu: Arbeitswelt Elternteil Familienforschung Vereinbarkeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Gesellschaftswissenschaften:

nachricht Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten
14.11.2016 | Technische Universität München

nachricht Schrumpfende Gesellschaften: Welcher Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels?
18.10.2016 | Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen